Volleyball: Die Seriensieger hat es erwischt

Im achten Spiel ist die Siegesserie der Sindelfinger Oberliga-Volleyballer gerissen und das noch in eigener Halle. Die Schützlinge von Trainer Jürgen Kratzeisen unterlagen dem MTV Ludwigsburg II mit 2:3.

Irgendwie ungläubig wirkten die Spieler des VfL Sindelfingen nach dem letzten Punkt, es war der vierte in Folge zum 16:14 für die Gäste in Satz fünf. Vieles hatte man vorher falsch und nur wenig so gemacht, wie sich das die Hausherren um Trainer Kratzeisen vorgenommen hatten. Da waren zwei vergebene Matchbälle und vor allem unerklärliche Side-Out-Schwächen im Spiel der sonst so stabilen Sindelfinger.

Ludwigsburg spielte keineswegs unbezwingbar, war aber an diesem Tag doch das berühmte Bisschen „galliger“ auf den Sieg in der gut gefüllten Sporthalle Stadtmitte.

Ohne die verhinderten Sven Metzger und Julian Bubek und mit einem angeschlagenen Sören Waitz ging der VfL dünn besetzt in das fünfte Heimspiel der Saison. Jürgen Kratzeisen schickte Chris Cartano, Thomas Meyer, in der Annahme Jonas Breuer, Alex Horvath und Magnus Irion (Libero) sowie im Mittelblock Thomas Dörr und Nico Dworschak ins Rennen gegen den MTV Ludwigsburg, die in Bestbesetzung in Sindelfingen antraten.

Der erste Satz war geprägt von Unsicherheiten der Gastgeber und ging verdient mit 20:25 an die Ludwigsburger. Anschließend nahm dann doch alles den scheinbar gewohnten Gang. Mit zweimal 25:16 wurden die Barockstädter in die Schranken verwiesen. Der an diesem Tag herausragende Jonas Breuer stabilisierte die Annahme um Magnus Irion und punktete zuverlässig vorne am Netz, Chris Cartano fand häufig den Mitteblock und Thomas Meyer auf der Diagonalen. Es roch stark nach den nächsten drei Punkten für den VfL.

Dann aber erhöhte Ludwigsburg deutlich den Aufschlagdruck und brachte den Annahmeriegel der Sindelfinger zum Wackeln. Das Angriffsspiel der Hausherren verlagerte sich so mehr und mehr auf die Außenpositionen, was dem Ludwigsburger Block in die Hände spielte. Die Gäste hatten ihren Kampfgeist entdeckt und entschieden spektakuläre Ballwechsel und auch den Satz mit 27:25 für sich.

Durchgang fünf begann gut für den VfL. Ein kleines Punktepolster wurde bis zum 14:12 gehalten. Was dann folgte, war zum Haare raufen aus Sindelfinger Sicht. Annahme- und Angriffsfehler machten es den Ludwigsburgern leicht, ohne selbst in den Momenten glänzen zu müssen, den fünften Satz für sich zu entscheiden und fassungsloses Staunen auf den Gesichtern der Sindelfinger zurück zu lassen. Am kommenden Wochenende ist der VfL spielfrei, danach wartet das Auswärtsspiel in Bad Saulgau auf die Blau-Weißen.

VfL Sindelfingen: Alex Horvath, Sören Waitz, Thomas Meyer, Jonas Breuer, Thomas Dörr, Niko Dworschak, Chris Cartano, Benjamin Burkard, Martin Tischhäuser, Magnus Irion

Unter Druck: Der Sindelfinger Block hatte im Heimspiel gegen Ludwigsburg II mehr Mühe als gedacht. Bild: z

Quelle: SZ-BZ Online