Volleyball: Der Tabellenführer lässt nichts anbrennen

Oberliga-Tabellenführer VfL Sindelfingen war eine Nummer zu groß für die Gäste von Georgii Allianz Stuttgart III. Deutlich mit 3:0-Sätzen schickten die Schützlinge von Trainer Jürgen Kratzeisen die Gäste zurück in die Landeshauptstadt.

„Herbstmeister, Herbstmeister, hey, hey“, skandieren die Volleyballer des Oberliga-Tabellenführers VfL Sindelfingen nach dem mühelosen 3:0-Sieg gegen den TSV Georgii Allianz III in der Sporthalle Stadtmitte.

Und auch VfL-Trainer Jürgen Kratzeisen ist vollauf zufrieden: „Die Jungs haben sich den souveränen Sieg absolut verdient. Ich möchte heute keinen Spieler herausheben. Es war eine kollektiv gute Mannschaftsleistung.“ Mit 28 Punkten nach 10 Spieltagen ist der VfL Sindelfingen der unangefochtene Tabellenführer in der Oberliga. „Wir sind der Gejagte. Man merkt schon, dass die Gegner gegen uns besonders motiviert sind. Schließlich möchte jeder den Tabellenführer schlagen. Davon lassen sich die Jungs aber nicht aus dem Konzept bringen“, sagte Jürgen Kratzeisen.

Gegen das Team aus der Landeshauptstadt leistete sich der VfL einige kleine Schwächephasen, wenn es allerdings zählte, waren die Blau-Weißen zur Stelle. „Ich hatte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass wir das Spiel aus der Hand geben könnten“, so Jürgen Kratzeisen.

Gegen die routinierte Gästemannschaft, in der einige ehemalige Zweitliga-Spieler auf dem Feld standen, erwischte der VfL einen guten Start und erspielte sich im ersten Satz eine 12:6-Führung. Vor allem durch die Schlagkraft von Thomas Meyer und den Ex-Profi vom TV Rottenburg, Sven Metzger, kam der VfL zu Punktgewinnen. Am Ende setzte sich die individuelle Klasse der Gastgeber durch. Der VfL Sindelfingen gewann den ersten Satz mit 25:20-Punkten.

Auch in den zweiten Durchgang startete der VfL gut. Beim Stand von 24:21 ließ dann allerdings die Konzentration bei den Blau-Weißen etwas nach. Dies nutzten die Gäste und egalisierten zum 24:24. Ein Schmetterball von Sven Metzger und ein vermeidbarer Fehler der Stuttgarter führte zum 26:24-Satzgewinn für den VfL Sindelfingen. „In der entscheidenden Phase haben die Jungs Nervenstärke bewiesen. Das zeichnet meine Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf aus“, sagte Jürgen Kratzeisen.

Bei den Gästen sorgte der 0:2-Satzrückstand auch nicht gerade für eine breitere Brust. Auch im dritten Satz konnten die Stuttgarter nicht mit der individuellen Klasse der Gastgeber mithalten. Der VfL Sindelfingen entschied den dritten und letzten Satz mit 25:20-Punkten für sich und feierte einen souveränen 3:0-Heimsieg.

„Meine Spieler haben Lunte gerochen. Wir wollen die Tabellenführung bis zum Saisonende auch nicht mehr aus der Hand geben. Wenn die Jungs weiterhin so engagiert trainieren, dann sind wir nur ganz schwer zu schlagen“, sagte Jürgen Kratzeisen. Mit dem Tabellendritten TSV Eningen wartet am Samstag ein anderes Kaliber auf den VfL Sindelfingen. Um 20 Uhr geht das Spitzenspiel in der Sporthalle Stadtmitte über die Bühne.

VfL Sindelfingen: Horvath, Meyer, Metzger, Dörr, Cartano, Burkard, Irion, Waitz, Bubek, Tischäuser, Dworschak

Jubel über den deutlichen 3:0-Sieg: die Volleyballer des VfL Sindelfingen. Bild: Photo 5 Quelle: SZ/BZ-Online