Turnen: Der Stellvertreter übernimmt

Die VfL-Turner haben einen neuen Abteilungsleiter. Die Mitglieder wählten Dieter Henke einstimmig zu ihrem neuen Chef. Der 57-Jährige folgt auf Dr. Heinrich Reidelbach, der im vergangenen Jahr zum Präsidenten des VfL Sindelfingen gewählt worden war.

Der Neue an der Abteilungsspitze ist ein altgedienter Turner. Dieter Henke ist seit 40 Jahren Mitglied bei den Turnern, war früher lange Jahre aktiv an den Geräten und zuletzt stellvertretender Abteilungsleiter. Vor neun Monaten hat der Diplom-Ingenieur die Führung der Abteilung kommissarisch übernommen.

Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde der komplette Ausschuss wiedergewählt. Neu sind Tatjana Sacharow als Vertreterin der neu gegründeten Sparte Rhythmische Sportgymnastik und Dr. Heinrich Reidelbach als Leiter Geräteturnen. Für 28 Jahre als Kassenprüfer erhielt der scheidende Manfred Mantwill die bronzene Ehrennadel des Vereins. Ihm folgt Andreas Schwandt nach.

In seinem Jahresrückblick lobte Dieter Henke die Vereinsmitglieder für ihr großes Engagement: Die Abteilung hat zwei große Wettkämpfe für den Schwäbischen Turnerbund ausgerichtet und dabei gemeinsam angepackt. So gelang es, hochkarätigen Turnsport nach Sindelfingen zu bringen und dabei etwas für die Abteilungskasse zu tun.

Sehr zufrieden war Henke auch mit den Abteilungsmeisterschaften, die nach vielen Jahren Pause wieder einmal stattfanden und 120 Turnerinnen und Turner an den Start brachten. Ein „hervorragendes Ergebnis“ attestierte er der Turnschule Flick-Flack und ihrem Leiter Benjamin Wunsch. 130 Mitglieder und das nicht allzu oft vergebene Gütessiegel des Schwäbischen Turnerbundes machen diese Einrichtung zu einem Erfolgsmodell. Genauso hoffnungsvoll entwickelt sich der jüngste Spross der Abteilung. Die Sparte Rhythmische Sportgymnastik erfreut sich großer Nachfrage. Bereits 30 Kinder besuchen das Training.

Einzige Makel der Abteilungsbilanz: Der Aderlass bei den Ligaturnerinnen, weil einige Turnerinnen Sindelfingen zur Ausbildung verlassen haben und die angespannte Finanzlage, die Henke vor allem auf die hohen Trainerkosten zurückführte.

Zum Abschluss berichtete Dr. Heinrich Reidelbach über die Pläne des Hautpvereins, bei einer Erweiterung der Sportwelt auch eine Bewegungslandschaft zu bauen, wie sie die SV Böblingen schon lange am Paladion betreibt. Für die Turner würde das bedeuten, dass sich ihre Trainingsbedingungen durch die dann vorhandenen Schnitzelgruben deutlich verbessern würden. Eine Realisierung hängt laut Reidelbach vor allem davon ab, ob die Stadt die Bewegungslandschaft auch tagsüber mit Kindertagesstätten und Grundschulen nutzt. „In ein bis zwei Monaten“, schätzte der VfL-Chef, „wissen wir mehr“. Wenn alles klappt, geht Dr. Heinrich Reidelbach davon aus, dass mit dem Bau im Jahr 2019 begonnen werden könnte.

Dr. Heinrich Reidelbach, der scheidende Kassenprüfer Manfred Mantwill (bronzene Ehrennadel) und der neue Abteilungsleiter Dieter Henke (von links). Bild: z

Quelle: SZ-BZ Online