Tischtennis: Riesenjubel und Erleichterung

Tischtennis – 3. Bundesliga, Frauen: VfL Sindelfingen – BSC Rapid Chemnitz II 6:2

Dass die Drittliga-Aufsteigerinnen VfL Sindelfingen darauf brennen, der Konkurrenz die Stirn zu bieten, hat das Quartett bereits an den ersten Spieltagen gezeigt. Nun gelang gegen den BSC Rapid Chemnitz II mit 6:2 der erste Saisonsieg, der für Riesenjubel und zugleich für viel Erleichterung im Sindelfinger Lager sorgte.

Am 30. April 2017 feiteren die Sindelfinger Damen in der dritten Bundesliga ihren letzten Sieg. Danach folgte eine Spielzeit ohne Sieg, die mit dem Abstieg in die Regionalliga endete. Zurückgekommen in der dritten Liga ließ man in den ersten drei Partien oftmals das spielerische Potenzial aufblitzen, hatte jedoch nicht das notwendige Quäntchen Glück. Gegen die zweite Mannschaft aus Chemnitz lief es nun optimal, wenngleich den VfL auf Urlauberin Nathalie Richter verzichten musste.

Eva Jurkova gewann zusammen mit Eva Rentschler ihr Doppel, genauso behielten Jasmin Lorenz-Kovacs und Melanie Strese in vier Sätzen die Oberhand. Mit der 2:0-Führung im Rücken spielte es sich durchaus selbstbewusst auf: Jasmin Lorenz-Kovacs konnte mit einem überraschend deutlichen 3:0 über die langjährige Zweitligaspielerin Ann-Kathrin Herges nachlegen und so die Sindelfinger Führung verteidigen. Am hinteren Paarkreuz folgte dann der Paukenschlag: Melanie Strese feierte ein herausragendes Punktspielcomeback, nach einem kurzzeitigen Durchhänger im dritten Satz gelang es ihr, Chemnitz‘ Nummer vier Sonja Scheibe mit 11:7, 11.5, 6:11 und 11:4 in die Knie zu zwingen.

Auch Neuzugang Eva Rentschler, in der Oberliga bislang noch ohne Niederlage, freute sich bei ihrem dritten Einsatz im Oberhaus über den mehr als verdienten ersten Einzelsieg (3:1 gegen Lara Neubert). Eva Jurkova, die diesmal nicht ihren besten Tag erwischte, musste dann noch im Spitzeneinzel gratulieren, aber Abwehrspezialistin Jasmin Lorenz-Kovacs machte mit einem weiten Viersatzerfolg über Marlene Scheibe den in der Höhe unerwarteten 6:2-Gesamterfolg perfekt. Durch diesen Sieg übergaben die Sindelfingerinnen die rote Laterne an die erste Mannschaft von BSC Rapid Chemnitz, die am 17. November ihre Aufwartung in Sindelfingen machen. Dazwischen muss der VfL noch drei Mal auswärts antreten – und möchte dabei weiterhin an die starken Leistungen der letzten Wochen anknüpfen.

Quelle: SZ/BZ-Online