Tischtennis: Nathalie Richter behält die Nerven

Tischtennis: Die Drittliga-Frauen des VfL Sindelfingen erkämpfen sich einen Punkt

Mit dem Vorhaben, an die Leistung der ersten vier Saisonspiele in der dritten Bundesliga anzuknüpfen, fuhren die Drittligafrauen des VfL Sindelfingen nach Fürstenfeldbruck. Und das VfL-Quartett überzeugte abermals: Nach knapp dreistündiger Spielzeit konnte aus Bayern beim 5:5 ein Punkt entführt werden, der sich am Ende vielleicht noch als äußerst wertvoll erweisen könnte.

„So ist es im Tischtennis, manchmal hängt das sportliche Wohl und Wehe an einem einzigen Ballwechsel“, sagte VfL-Damencoach Oliver Appelt, der diesmal froh war, dass die mit Abstand spannendste Partie des Nachmittags an seinen Schützling ging. Nathalie Richter, die auf Grund des kurzfristigen Fehlens von Jasmin Lorenz-Kovacs ans vordere Paarkreuz rückte, sah sich gegen Fürstenfeldbrucks Nummer zwei Marina Heinrich bereits auf der Verliererstraße. Mit 1:2 Sätzen lag Richter zurück und beim Stand von 4:9 im vierten Durchgang setzte wohl keiner mehr einen Pfifferling auf die Stewardess, die dann allerdings zu ungeahnten Höhenflügen ansetzte. Der vierte Satz wurde nach Abwehr diverser Matchbälle noch mit 13:11 gewonnen und auch der entscheidende fünfte Durchgang endete mit demselben Ergebnis.

So sicherte Nathalie Richter ihrem Team das zwischenzeitliche 4:4. Oliver Appelt: „In den ersten Saisonspielen hatten wir dieses Glück nicht, nun war die Glücksgöttin halt einmal auf unserer Seite.“ Neuzugang Eva Rentschler, seit Wochen im Oberliga-Team in bestechender Form, überzeugte in der Schlussphase auch im Drittligateam und ergatterte mit ihrem zweiten Einzelsieg am hinteren Paarkreuz den umjubelten fünften Zähler, der das Remis sicherstellte. Zuvor hatte Eva Rentschler auch das Doppel mit Partnerin Eva Jurkova gewonnen, die wiederum im Einzel gegen Marina Heinrich die Oberhand behielt. Lediglich an der bulgarischen Spitzenspielerin Maria Yovkova, derzeit auf Weltranglistenplatz 115 notiert, gab es für den VfL kein Vorbeikommen.

Mit diesem 5:5-Remis belegte der VfL Sindelfingen zum wiederholten Male, dass man in dieser Saison durchaus das spielerische Potenzial hat, um am Ende über dem Strich zu landen. Mit 3:7 Punkten bleit man auf Tuchfühlung zum gesicherten Mittelfeld. Am kommenden Wochenende gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Teams aus Süssen und Chemnitz könnte sich die Situation für die Sindelfingerinnen noch einmal deutlich verbessern.

Nun steht den Sindelfingerinnen ein wichtiges Wochenende bevor. In Süßen und zuhause gegen BSC Rapid
Chemnitz geht es gegen direkte Abstiegskandidaten. Das Auswärtsspiel am Fuße der Schwäbischen Alb beginnt am Samstag um 18 Uhr. Die Heimpartie in der Sommerhofenhalle startet am Sonntag um 11 Uhr.

Bild: 29.9.19 Sindelfingen – Nathalie Richter

Quelle: SZ/BZ-Online