Schwimmen: Selbst die Bestzeiten reichen nicht

Bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften ging es für die Schwimmer des VfL Sindelfingen ans Eingemachte. Sowohl die Frauen als auch die Herren schlugen sich tapfer und erzielten einige persönliche Bestzeiten. Zum Ligaverbleib in der 2. Bundesliga reichte es nicht.

Bei deutschen Mannschaftsmeisterschaften starten Spitzenathleten gemeinsam mit ihren jüngeren Vereinskollegen und gehen manchmal auch über ungewohnte Strecken an den Start. Stimmung und Atmosphäre sind laut und spektakulär. Die Teams arbeiten mit Pauken und Trompeten, Air Horn und Schlachtrufen. Die Schwimmhallen werden dann zum Tollhaus.

Geschwommen wird das komplette olympische Programm. Wobei dieses zweimal absolviert werden muss und jeder Schwimmer höchstens viermal starten darf. Die erzielten Wettkampfzeiten werden in Punkte umgerechnet und addiert. Beim Einsatz der Athleten auf die einzelnen Strecken ist das taktische Geschick der Trainer genauso gefragt wie ein breites Leistungsspektrum innerhalb des gesamten Teams. 12 Mannschaften treten in einer Liga an, die beiden Letztplatzierten steigen ab.

Die Schwimmer des VfL Sindelfingen gingen mit vier Mannschaften in die Wettbewerbe. Am Samstag startete die jeweils erste Mannschaft in der 2. Bundesliga Süd. Trotz vieler persönlicher Bestzeiten, verpassten beide Mannschaften knapp den Klassenerhalt. Mit 14 839 Punkten und Platz elf musste sich die Damenmannschaft in der Besetzung Carolin Bek, Ulla Binz, Lea Ehret, Paula Ernst, Annika Huber, Melanie Hornikel, Anja Krastel, Ajka Ockert und Tatjana Schmid geschlagen geben. Im Endergebnis, das deutlich zum letzten Jahr gesteigert wurde, fehlten nur 124 Punkte auf Platz zehn und dem damit verbundenen Klassenerhalt. Mannschaftsmeister wurde der SC Wiesbaden mit 16 756 Punkten.

Bei den Herren ging es noch enger und spannender zu. Lagen die Sindelfinger mit Christoph Borek, Martin Brand, Noam Chrobok, Christian Huber, Marek Jahn, Harald Maisch, Marc Nüter, Luca Steinmüller und Benedikt Schief nach dem ersten Durchgang noch auf Rang zehn, so mussten sie sich nach Beendigung des 2. Durchgangs mit Platz elf und 14 665 Punkten zufriedengeben. Letztendlich fehlten nur knappe 39 Punkte auf SG Bamberg. Mannschaftsmeister bei den Herren wurde der DSW 1912 Darmstadt, die mit Marco Koch einen Welt- und Europameister in ihrem Team hatten.

Somit werden sowohl die Damen, die im bundesweiten Vergleich der 2. Liga den 20. Platz von 34 belegten, als auch die Herren, die bundesweit Platz 25 errangen, im kommenden Jahr in der Oberliga um den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga kämpfen.

Bei den Wettbewerben in der Oberliga und Bezirksliga standen für die zweite Damenmannschaft des VfL Janina Aizpors, Nadine Bögle, Antonia Fuchs, Sophia Luisa Hohnloser, Charlotte McGreogor, Bibiana Uhl, Chiara Ziegler und Constanze Zimmermann auf den Blöcken. Mit 11 167 Punkten erschwammen sie sich einen starken zweiten Platz und steigen gemeinsam mit dem MTV Aalen in die Württemberg-Liga auf.

Für die zweite Herrenmannschaft des VfL Sindelfingen starteten Marcel Bögle, Lasse Eberwein, Simon Herold, Bastian Kömpf, Marc Sauer, Philip Steinmüller, Christoph Schönleber und Torben Twachtmann. 11 664 Punkten reichten nicht für den Klassenerhalt, jedoch konnten sich die Herren über viele persönliche Bestzeiten freuen. Die Schwimmer werden im kommenden Jahr mit ihren Teamkolleginnen in der Württembergliga an den Start gehen.

Das Foto zeigt die erste Damen- und die erste Herrenmannschaft mit den Trainern Peter Lemesch (Zweiter von links) und Susanne Huber (Zweite von rechts). Bild: z

Quelle: SZ-BZ Online