Leichtathletik: Sieben Medaillen für den VfL

Sieben Medaillen gab es bei den süddeutschen Meisterschaften für die Leichtathleten des VfL Sindelfingen zu bejubeln. Die Blau-Weißen waren in Frankfurt mit einer stark dezimierten Mannschaft angetreten, 800-Meter-Läuferin Kim Bödi und Sprinter Deniz Almas sorgten für die Höhepunkte der Meisterschaften.

800-Meter-Läuferin Kim Bödi glänzte schon in der vergangenen Woche, als sie mit dem Ziel, sich für die deutschen Jugendhallenmeisterschaften zu qualifizieren, die eigene Bestzeit mit einer Steigerung um sechs Sekunden pulverisierte und sich unter die Topathleten Deutschlands der Altersklasse U18 schob. Am Samstag in der Frankfurter Halle dann ein klassisches Meisterschaftsrennen, allerdings mit einem schnellen Beginn. Bödi ging mutig mit und bestätigte ihre starke Leistung. Die 16-Jährige konnte zwar nicht der dominierenden Svenja Sommer folgen, lieferte sich mit der Gomaringerin Marleen Metzger aber einen spannenden Kampf um die restlichen beiden Medaillen und hatte ihre Nase mit 2:18,27 Minuten vorne. Über die Silbermedaille bei den süddeutschen Meisterschaften freute sich Kim Bödi ganz besonders: „Ich habe versucht an Svenja dran zu bleiben, aber sie ist richtig schnell angegangen, deswegen bin ich dann hintenraus ein wenig eingegangen, aber es zählt die Silbermedaille.“

Eine Bronzemedaille gewann Tamara Schaßberger. Die VfL-Stabhochspringerin gehört der U20 Klasse an, startete aber bei den Frauen und blieb hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die Sindelfingerin ist schon reihenweise über vier Meter gesprungen, am Samstag blieb die Latte bei 3,80 Metern liegen. Zehn Zentimeter fehlten zur Goldmedaille.

Die 60-Meter-Rennen dienten Deniz Almas am Samstag nur zum Warmmachen, am Abend startete er über die 200-Meter-Strecke so richtig durch. Schon beim Stadtwerke Meeting im Glaspalast hatte er eine bärenstarke Leistung gezeigt, am Samstagnachmittag in Frankfurt steigerte er sich erneut. Im dritten Vorlauf wurden 21,77 Sekunden für den schnellen Sindelfinger gestoppt. Als Vorlaufschnellster ging es am Sonntag ins Finale der besten vier. Auch hier war Almas hellwach und lief mit 21,75 Sekunden auf den dritten Platz.

Doch auch die Leistung des Sindelfingers über die 60-Meter-Strecke ist erwähnenswert. Über 6,94 Sekunden im Vorlauf ging es nach 6,92 Sekunden in den Endlauf, wo Almas mit 6,94 Sekunden auf dem fünften Platz landete. Bereits im Zwischenlauf schieden Johannes Wiesner, Sebastian Neumann und Israel Ereme aus. „Ich bin schmerzfrei, aber sonst enttäuscht. Diesen Winter habe ich mir komplett anderes vorgestellt“, sagte Wiesner. Fünfte im Stabhochsprung der U18 wurde die erst 15-jährige Jacqueline Hamann, die 3,30 Meter übersprang.

Über die 400-Meter-Strecke war Yannik Frers am Start, im Vorlauf lief er nach 49,73 Sekunden ins Ziel, im Endlauf hatte er seinen großen Auftritt. Frers, eigentlich Langhürden-Spezialist steigerte seine Bestleistung um fast eine Sekunde und verbesserte sich auf 49,28 Sekunden. Nur knapp verpasste er die Norm für die deutschen Hallenmeisterschaften, konnte sich aber über die Bronzemedaille freuen.

Über die 1500-Meter-Strecke zog sich bei den Frauen das Feld weit auseinander. Anna Becker meisterte ihre Aufgabe dennoch souverän. Mit 4:35,45 Minuten unterbot sie die Norm für die deutschen Hallenmeisterschaften deutlich und darf sich auf Leipzig freuen. Dazu gab es die Silbermedaille.

Sabrina Lindenmayer war über die 60-Meter-Hürdenstrecke schnell unterwegs, mit 8,62 Sekunden gewann sie die Bronzemedaille.

Im Stabhochsprung trat Leo Lohre für den VfL Sindelfingen an und wurde mit übersprungenen fünf Metern Zweiter.

Stabhochspringer Leo Lohre wurde in Frankfurt Zweiter. Bild: Drechsel/A

Quelle: SZ-BZ Online