Leichtathletik: Premiere gegen internationale Konkurrenz

Leichtathletik: Heute Nachmittag steigt Carolina Krafzik bei der WM in den Startblock

Heute um 16.30 Uhr gilt es für Carolina Krafzik. Die Sindelfingerin startet bei der Leichtathletik-WM über die 4×400 Meter-Hürden. Mit einem beherzten Lauf will die Deutsche Meisterin alles versuchen, um das Halbinale zu erreichen. Auch wenn das ein schwierigers Unterfangen wird.

Mit ihrem bei den USTrials gelaufenen Weltrekord (52,20 Sekunden) ist Olympiasiegerin Dalilah Muhammad klare Favoritin. Herausgefordert wird sie in erster Linie von ihrer Teamkollegin, der 20-jährigen Sydney McLaughlin, die als Einzige außer der Vize-Weltmeisterin von 2013 und 2017 in dieser Saison schon unter 53 Sekunden gelaufen ist. Ashley Spencer könnte einen US-amerikanischen „Clean Sweep“ perfekt machen. Der Jamaikanerin Janieve Russell und der zweifachen Weltmeisterin Zuzana Hejnova (Tschechien) ist es am ehesten zuzutrauen, in die amerikanische Phalanx einzubrechen. Titelverteidigerin Kori Carter (USA) hat in diesem Jahr noch keine schnellen Zeiten abgeliefert.

DLV-Starterin Carolina Krafzik (VfL Sindelfingen) trifft in ihrem ersten Jahr als 400-Meter-Hürden-Läuferin erstmals auf internationale Konkurrenz. Für die Deutsche Meisterin gilt es, Erfahrungen zu sammeln und eine solide Zeit abzuliefern.”Sie soll einfach Spaß haben”, sagt VfL-Abteilungsleiter Jürgen Kohler. Er ist stolz, dass der VfL Sindelfingen mit Carolina Krafzik und Constantin Preis überhaupt zwei Athleten bei der WM hat. “Ich hoffe, dass sich Carolina Krafzik von den schwierigen Bedingungen in Doha mit dem Wechsel von klimatisierten Räumen und der Hitze im Freien zurecht kommt”, sagt Jürgen Kohler.

Im Training in Doha zeigte Carolina Krafzik gute Leistungen vor ihrer WM-Premiere. Trainer Werner Späth blickt dem Vorlauf heute Nachmittag optimistisch entgegen. Auf eine Zeit will er sich aber nicht festlegen. Auch Jürgen Kohler nicht. “Die 400 Meter-Hürden sind so komplex. Das hat man ja auch bei Constantin Preis gesehen, der völlig aus dem Rhythmus kam”, sagt der Sindelfinger Leichtathletik-Chef.

Den Lauf der Deutschen Meisterin kann Jürgen Kohler heute nicht sehen. “Ich bin in einer Sitzung. Ich werde aber um 16.30 Uhr natürlich aufs Handy schauen”, sagt der Sindelfinger Leichtathletik-Chef, der Carolina Krafzik natürlich beide Daumen drückt.

Quelle: SZ/BZ-Online