Leichtathletik: Podestplatz mit einer Zugabe

Starke Leistungen zeigten am Wochenende auch die Nachwuchs-Leichtathleten des VfL Sindelfingen beim Stadtwerke Hallenmeeting und den Landesmeisterschaften der U18, sowie den württembergischen Meisterschaften der U16 am Sonntag.

Doppelt triumphierten die blau-weißen Mittelstreckenläufer. Velten Schneider und Leonard Baranski liefen beide zu neuen Bestzeiten über die 800-Meter-Strecke und hakten ganz nebenbei die Norm für die deutschen Jugendhallen-Meisterschaften ab. In einem flotten Rennen machten die beiden Läufer eine Menge Druck und lieferten sich ein spannendes Duell mit dem Schorndorfer Nicolai Christ. Auf den Rängen zwei und drei kamen Schneider und Baranski ins Ziel. Gestoppt wurden 1:57,86 und 1:58,19 Minuten. „Ich bin sehr zufrieden, das war eher ein Schnelligkeitstest und gut für einen Saisoneinstieg“, sagt Schneider.

Schnell unterwegs war auch Alexsandar Gacic. Der Hürdensprinter stellte schon über die 60 Meter ohne Hindernisse in 7,22 Sekunden eine neue Bestleistung auf und siegte im B-Finale. Über die 60-Meter-Hürdenstrecke startete er dann durch. Gestoppt wurden starke 8,13 Sekunden. Platz zwei hinter Luca Marticke. „Ich bin zufrieden mit meinem ersten Wettkampf. Ich muss noch aggressiver in die Hürde und von der Hürde weggehen, im Endlauf war aber mein Start zumindest besser“, sagt Gacic.

Am Sonntag gab es bei den baden-württembergischen Meisterschaften der U18 zahlreiche Top-Platzierungen für den Sindelfinger Nachwuchs. Knapp an einer Medaille vorbei schrammte Kim Bödi. Sie ging über die 400-Meter-Strecke an den Start und wurde in 60,55 Sekunden Vierte.

Außer Wertung ging sie an den Start, obwohl sie als Jüngste sogar gewonnen hätte: Jacqueline Hamann stellte im Stabhochsprung ihre persönliche Bestleistung von 3,40 Metern ein und hätte als 14-Jährige sogar bei den Landesmeisterschaften der U18 gewonnen. Die beste andere Springerin überwand 3,30 Meter.

Am Ende waren es fünf Zentimeter, die zu einer Medaille fehlten: Nina Nawroth wurde im Weitsprung nicht belohnt. Im letzten Versuch zeigte die Sindelfingerin noch einmal einen mächtigen Satz auf 5,23 Meter und wurde Fünfte. „Das ist natürlich ärgerlich, aber mit meinen Sprüngen bin ich ganz zufrieden“, sagt Nawroth.

Pech hatte Max Behrendt bei seinem Start über die 60-Meter-Strecke. Er verpasste den Startschuss und kam auch im folgenden Rennen nicht so recht in die Gänge. 7,70 Sekunden wurden für den Sindelfinger gestoppt, der sich nach dem Vorlauf verabschieden musste.

Ganz oben auf dem Treppchen stand dagegen der Dagersheimer Stabhochspringer Luca Jakob. Er sprang die neue persönliche Bestleistung von 4,31 Metern, für die Konkurrenz war schon 40 Zentimeter früher Schluss. „Leider hat es nicht für die 4,41 Meter gereicht, trotzdem ein super Wettkampf“, sagt Jakob.

Gleichzeitig wurde ein Teil der württembergischen Meisterschaften der U16 ausgetragen. Einen Doppelerfolg feierten hier Paul Specht und Ron Eckenbach. Im 800-Meter-Lauf der M15 waren sie am schnellsten unterwegs und gewannen Gold und Silber für Sindelfingen. Specht siegte in 2:05,14 Minuten vor Eckenbach in 2:06,49 Minuten. Eine Silbermedaille ging auch an das Staffelquartett des VfL Sindelfingen. Sophia Victoria Stähle, Jacqueline Hamann, Pia Kohler und Luca Marie Bialdyga liefen in 52,82 Sekunden zu Edelmetall. Ihren zweiten Vizemeistertitel gewann Jacqueline Hamann über die 300-Meter-Strecke. Nach 43,39 Sekunden kam sie als Zweite ins Ziel.

Platz vier im Finale der 4×100-Meter-Staffeln ging an Valentin Specht, Ron Eckenbach, Paul Specht und Alexander Krebs in 49,82 Sekunden. Specht wurde im 300-Meter-Lauf in 40,83 Sekunden zudem Sechster.

Gleichauf auf der Zielgeraden im 800-Meter-Lauf: die Sindelfinger Leonard Baranski (Startnummer 299) und Velten Schneider. Sie wurden am Ende Zweiter, beziehungsweise Dritter. Bild: Drechsel

Quelle: SZ-BZ Online