Leichtathletik: Kleines Team mit großer Chance

Am Wochenende treten die Nachwuchstalente in Aktion. Die deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten werden im nahen Ulm ausgetragen. Keine weite Reise für ein kleines Sindelfinger Team, das aber auf zahlreiche Endlauf- und Endkampfplatzierungen hoffen darf.

Eine Medaille ist für Tamara Schaßberger in Reichweite. Die Stabhochspringerin des VfL Sindelfingen konnte bei den Jugend-Europameisterschaften mit einem fünften Platz glänzen. Mit viel Rückenwind bestreitet sie deswegen am Samstag in Ulm ihren letzten Saisonwettkampf. Eines fehlt ihr aber in diesem Jahr noch: eine zufriedenstellende Höhe. Schaßbergers Hallenbestleistung liegt bei 4,15 Metern. Bislang hat sie zwar mehrmals die 4,05 Meter überflogen, konnte sich aber nicht weiter steigern. Deswegen soll in Ulm vor allem eines her: ein hoher Sprung. Zwar ist die 18-Jährige als jahresbeste U20-Athletin gemeldet. Die Konkurrenz sitzt ihr aber im Nacken.

Über die 1500-Meter-Strecke geht Velten Schneider an den Start. Er konnte in der bisherigen Saison mit Bestleistungen über die 800-, 1500-, und 3000-Meter-Strecke überzeugen. Über die längste Distanz erfüllte er sogar die Bundeskadernorm, ist aber dennoch mit der bisherigen Saison noch nicht zufrieden. „Ich hatte noch kein Rennen, in dem ich so richtig das Maximum ausgeschöpft habe“, sagt Schneider und freut sich deswegen umso mehr auf die deutschen Jugendmeisterschaften. „Ich hoffe das schnelle Rennen kommt bei der DM. Ich bin fit, und im Finale ist alles möglich.“

Angreifen möchte Hürdensprinter Aleksandar Gacic. Nachdem er in der Hallensaison bei den deutschen Jugendmeisterschaften beim Heimspiel im Glaspalast verletzt an den Start ging und nicht in den Medaillenkampf eingreifen konnte, sieht es für Ulm anders aus. Gacic ist topfit und motiviert bis in die Haarspitzen. Drei Athleten waren in diesem Jahr schneller als der Sindelfinger. Um aufs Treppchen zu laufen, wäre deswegen eine Steigerung nötig, die sich Gacic aber durchaus zutraut. „Mein erstes Ziel ist es, im Finale zu stehen. Außerdem würde ich gerne eine persönliche Bestleistung laufen. Und schön wäre es, sich dann im Finale gut zu präsentieren und aufs Podium zu kommen“, sagt Gacic.

Für eine Top-Acht-Platzierung ist Hammerwerfer Lars Böttinger gut. Der U18-Mann hat in dieser Saison die 60-Meter-Marke schon deutlich übertroffen.

Mit dem Ziel Endlauf geht Leonard Baranski über die 800-Meter-Strecke an den Start. Zuletzt konnte er seine Bestzeit auf 1:56,04 Minuten steigern. Auch Kim Bödi will sich verbessern. Sie tritt über die 400-Meter-Hürdenstrecke an und will auf jeden Fall ihre Bestzeit von 65,55 Sekunden knacken. Im Speerwurf der U18 hofft Nina Nawroth auf weite Würfe.

Aleksandar Gacic in Aktion. Der Sindelfinger ist fit für Ulm. Bild: Drechsel