Leichtathletik: Kim Bödi schaltet den Turbolader ein

Quelle: SZ-BZ Online

Der Württembergische Leichtathletik Verband hat angesichts der Neueröffnung des Dagersheimer Stadions nach umfassender Renovierung beziehungsweise Neugestaltung des kompletten Innenraumes die württembergischen U16-Meisterschaften an den TSV Dagersheim vergeben. Der Sindelfinger Nachwuchs profitierte sichtlich von dieser Heimatnähe.

Konnte der VfL letztes Jahr in Essingen nur eine Bronzemedaille erringen, so ergoss sich im Waldstadion eine wahre Flut von Medaillen über die Truppe von Trainerin Birgit Hamann. Bereits die erste Disziplin am noch kühlen Morgen brachte Gold für Paul Specht, der über 3000 Meter der M14 in 9,51,64 Minuten einen großen Vorsprung herauslief.

Seine Vielseitigkeit zeigte er durch seine Bestleistung im Speerwurf mit 32,84 Metern, was zu Platz neun reichte.

Parallel zu den 3000 Metern konnte Valentin Specht im Stabhochsprung seine Bestleistung auf 2,80 Meter steigern, was mit dem dritten Rang belohnt wurde. Derselbe Rang hätte es auch über 80 Meter Hürden sein können.

Im Vorlauf stellte er mit 12,09 Sekunden noch eine Bestzeit auf, lag dann im Endlauf lange auf Medaillenkurs, bis er nach einer Berührung durch einen Bahnnachbarn bei der letzten Hürde ins Straucheln geriet und sich noch als Sechster in 12,45 Sekunden ins Ziel retten konnte. Benjamin Fischer konnte sich knapp nicht qualifizieren, hielt sich jedoch über 100 Meter schadlos. Im Vorlauf mit 11,98 Sekunden unter der Zwölf-Sekunden-Marke geblieben, durfte er im Finale nach 12,09 Sekunden über Silber jubeln.

Auch im Wurfbereich war der VfL erfolgreich, hier vor allem bei den W15 durch Nina Nawroth. Zunächst wurde sie mit 35,75 Metern im Speerwurf Dritte, danach ließ sie zwei Bestleistungen folgen. Im Diskuswurf mit 27,21 Metern gab es Silber, im Weitsprung mit 5,08 Meter Rang sechs.

Etwas verbessern konnte sich auch Kim Bödi über 800 Meter. Nach der ersten Runde noch inmitten des Vorderfelds zog sie danach unwiderstehlich das Tempo an und konnte nach 2,19,75 Minuten den Sieg sicherstellen.

Sieg auch bei den W14 im Stabhochsprung, hier begnügte sich Jacqueline Hamann allerdings mit für sie mäßigen 2,20 Metern. Bestleistung erzielte sie hingegen im Speerwurf, hier reichten ihre 30,17 Meter nur zum vierten Rang. Zwölfte wurde hier Nina Genger mit 26,39 Metern.

Ebenfalls bei den W14 am Start war Pia Kohler, die allerdings weder über 100 Meter mit 13,58 Sekunden noch über 80 Meter Hürden mit 13,70 Sekunden ins Finale einziehen konnte. Einziger VfL-Teilnehmer bei den M15 war Manuel Krebs im Hochsprung, der eine gute Vorstellung ablieferte und mit 1,66 Metern eine Freiluft-Bestleistung aufstellte. Er wurde damit Fünfter.

Neben den sieben Medaillen für den VfL konnte auch der Gastgeber TSV Dagersheim seinen Heimvorteil nutzen und die starke Bilanz des Kreises Böblingen weiter ausbauen. Fast zu erwarten war der Sieg im Stabhochsprung bei den M15 von Luca Jakob, der 3,90 Meter überquerte. Zudem erreichte er über 80-Meter-Hürden Rang sechs mit 12,22 Sekunden. Im Speerwurf der M14 landete Axel Walz mit 34,46 Metern auf dem siebten Platz.

Eine gute Vorstellung zeigte Julia Pusskeiler, die sich bei den W15 über 80-Meter-Hürden nach 12,25 Sekunden über Bronze freuen konnte. Zudem kam sie im Weitsprung als Achte mit 4,88 Metern noch ins Finale. Die gleiche Platzierung erzielte im Kugelstoßen Emely-Sue Rudolf mit 9,60 Metern.

Auch die Spvgg Holzgerlingen hatte einen starken Teilnehmer entsandt, Ron Eckenbach holte Silber bei den M14 über 800 Meter in guten 2,06,91 Minuten.

Wimpel, Urkunde und Medaille: Die Sindelfingerin Kim Bödi wurde im Dagersheimer Waldstadion reich dekoriert. Bild: Burgstahler