Leichtathletik: Hamann überspringt 3,40 Meter

Leichtathletik: Baden-württembergische U18-Meisterschaften im Sindelfinger Glaspalast

Die baden-württembergischen Meisterschaften U18 belegten am Sonntag für gute 6 Stunden den Sindelfinger Glaspalast. Für Veranstaltungschef Dieter Locher fast schon ein entspannter Arbeitstag. „Da sind wir andere Zeitumfänge gewohnt, aber da nur die U18 und nichts anderes am Start waren, konnten wir den Zeitplan recht kurz halten.“

Dennoch tummelten sich circa 300 jugendliche Leichtathleten im weiten Rund. Erstmals Stimmung aus Sicht des VfL Sindelfingen kam um die Mittagszeit auf beim Start von Pia Kohler über 400 Meter. Nach couragiertem Beginn musste sie beim Einbiegen auf die Innenbahn einer Konkurrentin den Vortritt lassen, wurde dadurch kurz ausgebremst, aber erzielte am Ende als Achte in 61,70 Sekunden eine ansprechende Zeit: „Nächste Woche versuche ich, mich zeitlich noch zu verbessern, aber für das erste Rennen war das in Ordnung“, sagte die junge Sindelfingerin.

Gleich drei Athletinnen der Spvgg Holzgerlingen nahmen diese Strecke in Angriff. Victoria Breitschwerdt, letztes Jahr Teilnehmerin der Jugend-DM, zeigte sich sehr zufrieden mit ihrem dritten Platz in 59,89 Sekunden. Kathrin Binder wurde in 62,19 Sekunden Zehnte, und für Mia Böttinger reichte es für Platz 13 in 63,95 Sekunden, das bedeutete jeweils Bestleistung für die beiden.

Specht läuft allen davon

Kurze Zeit später gab es den nächsten erfolgreichen VfL-Athleten. Paul Specht wollte eigentlich zusammen mit seinem Kollegen aus Karlsruhe über die 1500 Meter das Tempo machen, doch konnte ihm nach kurzer Zeit keiner mehr folgen, obwohl er schon über den Vorgaben seines Trainers blieb. „Dann bin ich halt los und habe mir den Titel geholt“, sagte der Schützling von Harald Olbrich. Mit seiner Zeit von 4,12,81 Minuten blieb er rund 15 Sekunden vor dem Zweiten. Sein Trainingspartner Alexander Krebs startete über die 200 Meter. Auf der nicht idealen Innenbahn wurde er Zehnter in 25,94 Sekunden.

Nach längerer Verletzungspause gelang Jacqueline Hamann ein gelungenes Comeback im Stabhochsprung. Über die Einstiegshöhe von 3 Metern benötigte sie noch 3 Versuche, dann lief es besser. Die 3,40 Meter nahm sie im ersten Versuch. Danach war Schluss. „Ich bin noch nicht wieder in Topform, im Knie zwickt es noch etwas, doch auf dieser Leistung kann man aufbauen“, sagte Jacqueline Hamann.

Auch noch nicht ganz fit war Ole Schittenhelm von der Spvgg Holzgerlingen, der froh war, trotz Ellenbogenentzündung an den Start gehen zu können. Insofern war sein sechster Platz mit 3,60 Metern für ihn in Ordnung. VfL-Athletin Sophia Stähle lief die 50 Meter Hürden in 9,66 Sekunden und verpasste nur denkbar knapp die Finalläufe. Ebenfalls Schluss im Vorlauf war für Mia Böttinger von der Spvgg Holzgerlingen, die 10,03 Sekunden benötigte.

Gemessen am Lärmpegel sicherlich der Höhepunkt und gleichzeitig auch Schlusspunkt der Veranstaltung waren die Staffeln über 4 x 200 Meter. Nach dem Einlaufen signalisierte Jacqueline Hamann, dass sie wegen ihres Knies passen musste. So wurde umgestellt. Die Staffel mit Pia Kohler, Sophia Stähle, der noch der U16 angehörigen Marie Müller und Luca Bialdyga lieferte ein solides Rennen ab und kam in der Addition der Läufe mit 1,51,88 Minuten auf den 11. Rang. Die StG Schönbuch-Nord mit Victoria Breitschwerdt, Kathrin Binder, Tamara Lang und Anne Thielmann liefen nach 1,49,88 Minuten auf Rang 9.

Kamen bei den Mädchen noch 80 Prozent der 20 angetretenen Staffeln ins Ziel, so ging es bei der männlichen Jugend sehr chaotisch zu, nur 4 von 13 Staffeln erreichten regulär die Ziellinie. Auch das VfL-Quartett mit Harun Avdic, Carl Küschall, Alexander Krebs und Paul Specht kam nicht über den 2. Wechsel hinaus, kurioserweise kam in ihrem, dem 3. Lauf, keine Staffel in die Wertung.

 

Bild: Feierte im Glaspalast ein erfolgreiches Comeback: die Sindelfinger Stabhochspringerin Jacqueline Hamann. Bild: Ralf Görlitz

Quelle: SZBZ Online