Leichtathletik: Zwei Neuzugänge sorgen für die Glanzlichter

Leichtathletik: Bei den baden-württembergischen U18-Meisterschaften im Glaspalast zeigen die Sindelfinger Starter fast durchweg gute Leistungen

Neuzugang Tim Hofmann konnte gleich zu Beginn des Wettkampftages ein Glanzlicht setzen, als er in einem taktisch geprägten Rennen im Endspurt seine Chance nutzte und sich in 2,01,91 Minuten Gold holte.“Das kam nicht ganz überraschend, ich habe mich zunächst aus der Führungsrolle herausgehalten und zum Schluss hat mein Gegner nicht ganz durchgezogen, das habe ich ausgenutzt“ meinte der Schützling von Harald Olbrich. Als Bester des jüngeren Jahrgangs kam Alexander Stepanov in 2,07,58 Minuten auf Rang 5.

 

Auch der weibliche Neuzugang im Laufbereich wusste zu gefallen, Luise Eisenmann konnte ebenfalls im Schlussspurt noch Reserven mobilisieren.“In der dritten Runde wurde es schwierig, doch dann wurde das Tempo wieder etwas langsamer und ich konnte noch aufholen.“ Der Lohn nach 2,18,04 Minuten war die Bronzemedaille. Auch bei den U16, die ebenfalls Ihre Rundenläufe und den 5er-Sprunglauf als Württembergische Meisterschaften austrugen gab es erfreuliche Ergebnisse.

 

Bei den M14 konnte sich Daniel Backers überraschend durchsetzen, taktisch klug überholte er vor der Zielkurve den letzten Kontrahenten und unterbot seine Bestleistung um rund neun Sekunden auf nun 2,15,59 Minuten. Auch Ruben Berretta als Fünfter gelang eine Verbesserung auf 2,21,25 Minuten, bei den M15 kam Vorjahressieger Lennart Specht nach 2,15,32 Minuten ebenfalls als Fünfter ins Ziel. Tammes Ripke, M14-Athlet des VfL durfte sich im 5er-Sprunglauf versuchen und landete mit 15,67 Meter auf dem vierten Rang. Trainerin Rebecca Weiser nahm die Leistung zufrieden zur Kenntnis. “Tammes hat es technisch schön umgesetzt“. Bei den U18 wurde es für Felix Krauß ein guter fünfter Platz, als er nach 4,28,00 Minuten über 1500 Meter ins Ziel kam. Der dritte Neuzugang der Sindelfinger, Paula Schönbucher, hatte dagegen keinen guten Tag erwischt und beendete Ihr Rennen als Zehnte nach 5,27,50 Minuten. Die Nervosität im ersten Meisterschaftsrennen war Benjamin Görg über die 60 Meter anzumerken, nach 7,85 Sekunden war für ihn im Vorlauf ebenso Schluss wie für Tim Vielhauer und Jacob Benecke von der Spvgg Holzgerlingen, die 7,67 beziehungsweise 7,60 Sekunden benötigten, auch deren Vereinskameradin Leticia Göcke musste nach 8,30 Sekunden die Spikes wieder einpacken. Tim Vielhauer kam über 200 Meter nach 24,25 Sekunden als Neunte ins Ziel ebenso wie Tamara Lang, die 27,16 Sekunden lief. Die doppelte Distanz bewältigte Jacob Benecke, nach 54,92 Sekunden lief er auf Rang fünf. Zusammen mit Tim Vielhauer, Bruce Khieosavath und Ole Schittenhelm absolvierte er auch noch die 4×200 Meter Staffel, die StG Schönbuch-Nord wurde Fünfte in 1,35,31 Minuten.

 

Die Sindelfinger Mehrkampfgruppe trat fast geschlossen über die 60 Meter Hürden an, war aber gegen die Spezialisten chancenlos. Disziplintrainer Hans Niethammer war aber froh, dass alle heil über die neuen Höhen und Abstände durchkamen: “Ein bisschen mehr Aggressivität hätte ich mir schon gewünscht, aber alle sind im Dreierrhytmus durchgelaufen, das war ok.“ Letztendlich war aber nach den Vorläufen Schluss, die Uhren blieben für Marie Müller nach 10,23 Sekunden stehen, für Arne Dümmler und Kai Michalek waren es 9,20 beziehungsweise 9,21 Sekunden. Ins B-Finale reichte es für Ole Schittenhelm von der Spvgg Holzgerlingen, der sich als Sieger desselben auf 8,58 Sekunden steigern konnte. Ebenfalls Bestleistung erzielte er im Stabhochsprung, seine 3,90 Meter reichten für den siebten Rang. Trainer Martin Haas freute sich über die Leistungen seiner Truppe: “Es gab einige Bestleistungen, nicht nur von Ole Schittenhelm, da kann man zufrieden sein.“

 

Zufrieden war auch der VfL mit dem Ablauf: “Die neue Hard- und Software hat die Feuertaufe bestanden und auch die neuen Spendenboxen für die Jugendarbeit wurden gut angenommen.“ meinte Veranstaltungsleiter Dieter Locher. Auch Jan Helwerth vom Württembergischen Leichtathletik-Verband lobte: “Alles lief super im Zeitplan, hier im Glaspalast stimmen einfach die Rahmenbedingungen und auf das VfL-Team ist einfach Verlass.“

Quelle: SZ/BZ-Online