Judo: Zurück auf der großen Bühne

Quelle: SZ/BZ-Online

Vor drei Jahren hatten sie schon mal Bundesligaluft geschnuppert. Die Frauen der Sindelfinger Judoabteilung waren aber freiwillig abgestiegen. Jetzt sind sie wieder obenauf. Bei den Aufstiegskämpfen besiegte der VfL den SV Neuhaus mit 8:5 und geht damit 2017 wieder auf Punktejagd im Bundesliga-Unterhaus.

Der VfL Sindelfingen ist damit einer der wenigen bundesdeutschen Judovereine, die sowohl im Frauen- als auch im Männerbereich in der Bundesliga vertreten sind.Betreut von Thomas Schwitalla, dem neuen hauptamtlichen VfL-Trainer, waren die Sindelfingerinnen als Landesmeisterinnen nach Auerbach gefahren.

Neben dem SV Neuhaus sollte auch der JC Offenburg antreten. Doch das Team war vom Pech verfolgt und musste die Aufstiegskämpfe absagen.

Das Duell gegen Neuhaus begann für das VfL-Team sehr erfolgreich: Cornelia Gaal (Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm) ließ ihrer Gegnerin keine Chance und sicherte ihrem Team den ersten Punkt. Regina Schneider (bis 78 Kilogramm) tat es ihrer Vereinskollegin nach: Nach kurzem Kampf hatte sie ihre Gegnerin besiegt. Mihrisha Tetik, neu im VfL-Team, blieb im Leichtgewicht erfolgreich, und Roxana Conradus trug mit ihrem vorzeitigen Sieg zum 4:3-Vorsprung nach der ersten Kampfhälfte bei.

Im zweiten Durchgang gingen dann die beiden ersten Begegnungen – bis 63 und bis 78 Kilogramm – für die Sindelfingerinnen verloren. Larissa Meier konnte ihre Mannschaft mit ihrem vorzeitigen Sieg aber wieder auf die Erfolgsspur bringen.

Regina Schneider, eine Gewichtsklasse höher (plus 78 Kilogramm) eingesetzt, schaffte gegen ihre deutlich schwerere Kontrahentin ein beachtliches Unentschieden. Meike Wegner, seit Jahren eine erfolgreiche VfL-Punktelieferantin, sammelte mit ihrem Sieg einen weiteren Zähler aufs VfL-Konto.

Julia Starke (bis 57 Kilogramm) tat es ihrer Vereinskollegin nach, und Roxana Conradus (bis 52 Kilogramm) wiederholte ihren Erfolg aus dem ersten Durchgang und sicherte damit den 8:5-Erfolg und den Bundesliga-Aufstieg der Sindelfingerinnen.

Meike Wegner (oben) in Aktion: auch bei den Aufstiegskämpfen gegen Neuhaus eine sichere Punktelieferantin. Bild: Vilz