Judo: Regina Schneider behält die Nerven

Quelle: SZ-BZ online

Es war knapp, aber es hat geklappt: Die Judo-Frauen des VfL Sindelfingen haben sich bei einem 10:2-Punktegleichstand mit der Mannschaft des Judoteams Steinheim dank der um lediglich fünf Punkte besseren Unterbewertung den Titel eines württembergischen Ligameisters erkämpft. Das VfL-Team war bereits nach dem ersten Kampftag Tabellenführer und hat sich auch am zweiten und letzten Kampftag in Ulm nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Drei Kämpfe hatte das VfL-Frauenteam am letzten Kampftag in Ulm noch zu absolvieren. Zunächst standen sie der Mannschaft des Gastgebers VfL Ulm gegenüber.

Hier siegte die Sindelfingerin Carolin Kottmair (bis 70 Kilogramm) vorzeitig über die Ulmerin Isabella Schmidt-Kaler. Conny Gaal verließ in der Begegnung mit der Ulmerin Tamara Honold (bis 63 Kilogramm) ebenfalls vorzeitig als Siegerin die Matte. Fanny Hirling (bis 52 Kilogramm), die als Fremdstarterin von der SVB-Judoabteilung das VfL-Team unterstützte, siegte anschließend kampflos.

Sarah Baitinger (bis 57 Kilogramm) verlor gegen die Ulmerin Sarah Dangel, und auch VfL-Frauencoach Regina Schneider (plus 70 Kilogramm) musste sich der Ulmerin Lisa Kehm geschlagen geben. Aber es reichte zum 3:2-Sieg für das VfL-Team.

In der anschließenden Begegnung mit der Mannschaft des Judozentrums Heubach bahnte sich die erste und einzige Niederlage des VfL-Teams in der diesjährigen Ligarunde mit der Niederlage von Meike Wegner (bis 70 Kilogramm) gegen die Heubacherin Lea Schmid an. Dem folgte die Niederlage von Daniela Brenner gegen die Heubacherin Theresa Geller (bis 63 Kilogramm).

Fanny Hirling siegte anschließend mangels Gegnerin kampflos, aber dann musste die Sindelfingerin Sarah Beitinger gegen die Heubacherin Katrin Hanke die Waffen strecken und verlor. Zwar gewann im letzten Kampf dieser Mannschaftsbegegnung die Sindelfingerin Aylin Mill (plus 70 Kilogramm) noch gegen die Heubacherin Angela Hannak, aber die 2:3-Niederlage der Sindelfingerinnen war besiegelt.

Im nun folgenden letzten Kampf dieser Liga-Runde musste das bislang noch ungeschlagene Team des Judoteams Steinheim besiegt werden, wollte man noch den Titel und den Wanderpokal mit in das heimische Dojo im Glaspalast mitnehmen. Meike Wegner und Conny Gaal brachten in dieser Begegnung ihr Team mit vorzeitigen Siegen in Führung. Fanny Hirling startete ebenfalls gut, ging mit einer großen Wertung in Führung, wurde dann kurz unaufmerksam und dafür von der Steinheimerin Alexandra Aschenbrenner prompt bestraft und geworfen.

Und als die Steinheimerin Stephanie Aschenbrenner (bis 57 Kilogramm) gegen die Sindelfingerin Sarah Beitinger gewann, lag es im letzten Kampf an der VfL-Trainerin Regina Schneider, das Blatt noch zugunsten ihres Teams zu wenden. Für Schneider keine leichte Aufgabe die um rund 15 Kilogramm schwerere Gegnerin zu besiegen. Aber die Sindelfingerin schaffte es, ihre Kontrahentin im Bodenkampf in einen Haltegriff zu nehmen, so den 3:2-Sieg zu erzielen und ihrem Team damit in der Liga-Endabrechnung gerade noch fünf Unterbewertungspünktchen mehr zu verschaffen.

Und diese gaben beim Punktegleichstand in der Abschluss-Tabelle den Ausschlag für die Sindelfinger Liga-Meisterschaft.

Meike Wegner (rechts) hakt bei ihrer Steinheimer Gegnerin zum Außensichelwurf ein. Am Ende durften sich die VfL-Kämpferinnen über die Meisterschaft in der Württemberg-Liga freuen. Bild: Vilz