Judo: Philipp Haug belohnt sich

Der Sindelfinger Philipp Haug kämpft sich nach oben: Im vergangenen Jahr belegte er bei den deutschen U21-Meisterschaften noch Platz fünf. Jetzt ist er bis aufs Medaillentreppchen geklettert und hat sich in Frankfurt/Oder in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm die Silbermedaille gesichert. Sein Vereinskollege Nikita Marat Pak gewann Bronze.

Vier VfL-Starter und zwei Medaillen sowie ein neunter Platz – Thomas Schwitalla, Trainer der VfL-Judoabteilung, konnte mit dem Abschneiden seiner Schützlinge zufrieden sein.

Besonders imponiert hat ihm die Leistung von Philipp Haug, der nach seinem fünften Platz im vergangenen Jahr diesmal unbedingt in die Medaillenränge kommen wollte und dieses Vorhaben energisch anging. Eine knappe Minute brauchte er, um zu Beginn den Dortmunder David Kaluzny zu besiegen. Knapp drei Minuten dauerte sein zweiter Kampf, diesmal gegen den Sachsen Paul Pink und zwei Minuten benötigte der Sindelfinger, um im Viertelfinale den Mecklenburger Tobias Sieg in die Trostrunde zu schicken.

Auch der Berliner Valentin Kiesche konnte im Halbfinale den VfL-Kämpfer nicht aufhalten und verlor vorzeitig nach knapp zwei Minuten Kampfzeit. Im Finale stand Philipp Haug dann dem Vorjahresmeister Eduard Trippel gegenüber, ließ sich nach nur 24 Sekunden Kampfzeit von dem Rüsselsheimer überraschen, wurde geworfen und musste mit Silber zufrieden sein.

Haugs Vereinskollege Nikita Marat Pak startete in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm zunächst überzeugend mit einem vorzeitigen Sieg über den Potsdamer Wilhelm Baumgart, kam dann dank eines Freiloses kampflos weiter, musste sich anschließend im Viertelfinale dem späteren Meister, dem Speyerer Michel Adam stellen und verlor.

Aber noch hatte der Sindelfinger die Chance, sich in der Trostrunde ins kleine Finale und zur Bronzemedaille vorzukämpfen. Und die nutzte er: Mit einer sehenswerten Energieleistung schlug er in der Verlängerung den Leipziger Tobias Stöckel und kämpfte sich anschließend mit einem Arbeitssieg über den Brandenburger Rico Buchwalter ins kleine Finale. Dort erwies sich der Berliner Fabian Wendand als zäher Gegner, der lediglich eine große Wertung gegen sich zuließ. Diesen Vorsprung verteidigte der Sindelfinger geschickt bis zum Kampfesende und erkämpfte sich so die Bronzemedaille.

Bianca Chiara Schmidt vertrat bei den U21-Frauen die VfL-Judoabteilung, landete nach einem Freilos, einem anschließenden Auftaktsieg und im Anschluss daran einer Niederlage in der Trostrunde und kam dort nicht über den neunten Platz hinaus. Rukuya Lehnert (bis 73 Kilogramm) schied bereits in der Vorrunde aus.

Der Sindelfinger Philipp Haug (oben) gewinnt in Frankfurt/Oder die Silbermedaille bei der deutschen U21-Meisterschaft. Bild: Vilz

Quelle: SZ-BZ Online