Judo: Nikita Pak sorgt für den Jubel

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Die Zweitliga-Judoka bleiben in der Erfolgsspur. Gegen den Mitfavoriten JSV Speyer gelang den Blau-Weißen auf eigener Matte im Glaspalast ein knapper 8:6-Erfolg.

VfL-Coach Simon Kristen hatte im Vorfeld des dritten Kampftages nicht zu viel versprochen: „Wir werden alles geben, und es wird eine knappe und ungeheuer spannende Angelegenheit werden.“ Mit diesem Sieg verteidigten die Sindelfinger Kämpfer ihren zweiten Tabellenplatz – punktgleich mit dem Favoriten Abensberg – und sind nach drei von insgesamt sechs Kampftagen ihrem erklärten Saisonziel, nämlich im oberen Mittelfeld die Saison zu beenden, deutlich nähergekommen. Die Sindelfinger starteten ihren dritten Kampftag gleich mit einem Paukenschlag: Jesenko Cetic (Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm) schlug den Speyrer Kämpfer Nicolas Tsimakuridze zunächst mit einem Innensichelwurf, für den es eine große Wertung gab.

Dann wurde der Speyrer von den Kampfrichtern mehrmals wegen Verlassens der Kampffläche bestraft und schließlich disqualifiziert. Philipp Haug (bis 90 Kilogramm) brachte seinen Gegner mit einem Innenschenkelwurf zu Fall. Dem folgte ein Haltegriff von Haug, und der sicherte dem VfL-Team den nächsten Punkt. Kim Ruf (bis 66 Kilogramm) beendete seinen Kampf ebenfalls siegreich mit einem Haltegriff, aus dem sich der Speyrer Lukas Stepper nicht mehr befreien konnte.

Nach einer Kampfpause griff Andi Finkbeiner (bis 81 Kilogramm) wieder ins Kampfgeschehen ein, wurde aber von seinem Gegner David Riedl zunächst mit einem Innenschenkelwurf und dann mit einem Schulterwurf geschlagen. Zwei große Wertungen erzielte anschließend Tilman Sutor (bis 73 Kilogramm) beim Speyrer Patrick Striegel und schraubte so das Ergebnis für sein Team auf 4:1 hoch. Doch dann gab es einen leichten Dämpfer für die VfL-Kämpfer, als Milot Jusufi (plus 100 Kilogramm) im Kampf gegen den starken Speyrer Orise Burhadze nach nur 15 Sekunden Kampfzeit mit einem Innenschenkelwurf geworfen wurde.

Im letzten Kampf des ersten Durchgangs schnupperte Nikita Pak nach längerer Verletzung ebenfalls wieder Wettkampfluft, wurde aber vom Speyrer Tobias Telleke mit einem Innenschenkelwurf geworfen und verlor. Damit stand es nach dem ersten Durchgang 4:3 für das VfL-Team.

Im zweiten Durchgang musste Milot Jusufi im Halbschwergewicht ran und musste abermals eine Niederlage einstecken. Dann aber punkteten die VfL-Kämpfer: Jesenko Cetic (bis 90 Kilogramm eingesetzt) sicherte sich mit zwei großen Wertungen für Innenschenkel- und Schulterwurf den Sieg über den Speyrer Ali Aga Nazarov, und Kim Ruf (bis 66 Kilogramm) punktete beim Speyrer Julian Richter mit einem Schulterwurf. Anton Widlroither (bis 73 Kilogramm) lag gegen den Speyrer Stefan Bantle bereits mit einer großen Wertung zurück, konnte dann aber den Kampf mit einem Haltegriff noch drehen und dem VfL-Team zu einem weiteren Siegpunkt verhelfen.

Ausgepumpt war Stefan Wolf (bis 81 Kilogramm) nach dem Kampf mit dem Speyrer David Riedl, der den VfL-Kämpfer deutlich beherrschte und mit einem Hüftwurf zu Fall brachte. Als Nils Ruhland (bis 100 Kilogramm) seinen Kampf gegen Onise Burhadze verlor, stand es 7:6 für das VfL-Team. So lag es an Nikita Pak im Leichtgewichtskampf gegen seinen Gegner aus dem ersten Durchgang, den Speyer Telecke, keine Niederlage zuzulassen, um so dem VfL-Team den Gesamtsieg zu sichern. Die Begegnung blieb lange ohne Ergebnis. Doch dann griff der Speyrer verbotenerweise im Stand ans Bein des Sindelfingers und wurde disqualifiziert – 8:6 für Sindelfingen.

Anton Widlroither (oben) attackiert den Speyrer Bantle und punktet für den VfL Sindelfingen. Bild: Vilz