Judo: Mit zwei Siegen auf Platz zwei

Paukenschlag der Sindelfinger Judo-Frauen: Mit einem 4:3 über Gastgeber PSV Chemnitz und einem deutlichen 6:1 gegen Kim-Chi Wiesbaden hat sich der VfL auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Judo-Bundesliga Süd gekämpft.

Das Team ist nun punktgleich mit Tabellenführer PSV Weimar, der seinen ersten Tabellenplatz lediglich wenigen Unterbewertungspunkten mehr als Sindelfingen verdankt.

Für das VfL-Team startete gegen Wiesbaden in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm Janina Hofäcker, die die Wiesbadenerin Julia Wittmann nach knapp zwei Minuten in einen Haltegriff nahm und zur Aufgabe zwang. VfL-Kämpferin Bianca Chiara Schmidt (bis 63 Kilogramm) siegte per Haltegriff über die Wiesbadenerin Nora Adams und VfL-Leichtgewichtlerin Mihrisah Tetik brachte ihre zwei großen Wertungen – jeweils für Schulterwurf gegen Paula Korn – sicher über die Zeit. Anschließend bezwang im Halbschwergewicht VfL-Kämpferin Lisa Leonhard per Haltegriff die Wiesbadenerin Johanna Bremer-Moltmann. Dem VfL-Team war damit beim Stand von 4:0 der Sieg schon nicht mehr zu nehmen, sodass die anschließende Niederlage von Lena Kramer (bis 52 Kilogramm) nicht allzu sehr ins Gewicht fiel. Vor allem, weil anschließend Aylin Mill (plus 78 Kilogramm) die Wiesbadenerin Schiller mit einem Haltegriff besiegte und Conny Gaal (bis 70 Kilogramm) mit derselben Technik bei der Wiesbadenerin Angelina Klemm den deutlichen 6:1-Sieg der Sindelfingerinnen komplettierte.

Auf die vermeintlich leichte Aufgabe gegen Wiesbaden folgte mit dem PSV Chemnitz ein schwerer Brocken. Aber zunächst fuhren die VfL-Kämpferinnen drei Einzelsiege ein: Janina Hofäcker benötigte gerade mal zwei Minuten, um Isabell Gräbner mit einem Armhebel zur Aufgabe zu zwingen.

Bianca Chara Schmidt (bis 63 Kilogramm) siegte in der Verlängerung mit einem Haltegriff bei der Chemnitzerin Anja Puschmann und Leichtgewicht Mirisah Tetik setzte kurz vor Kampfesende bei der Chemnitzerin Pauline Conrad einen Würgegriff an und zwang sie so zur Aufgabe.

Dann aber mussten Sindelfingens Lisa Leonhard im Halbschwergewicht und Lena Kramer (bis 52 Kilogramm) gegen ihre Gegnerinnen die Waffen strecken und verloren. Aber Aylin Mill erwies sich im Schwergewicht als sichere Bank. Zwar konnte sie gegen die sperrige Chemnitzerin Maria Schunke während des Kampfes keine Wertung erzielen, aber sie trieb ihre Gegnerin in die Passivität. Die Folge waren drei Strafen und somit die Disqualifikation für die Chemnitzerin und ein Punkt für das VfL-Team, das nun mit 4:2 führte. Ein Ergebnis, das Chemnitz mit dem Arbeitssieg seiner Mittelgewichtlerin Josephine Ittner über die Sindelfingerin Carolin Kottmair noch auf 3:4 aufbessern konnte.

Ein sichere Bank für die Judo-Frauen des VfL Sindelfingen: Schwergewichtlerin Aylin Mill (rechts). Bild: Vilz

Quelle: SZ/BZ-Online