Judo: Land unter beim Meister

Judo – Bundesliga, Frauen: Backnang – VfL Sindelfingen 12:2

Es war abzusehen, und es war deutlich: Mit 12:2 hat der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister der Judo-Frauen, die TSG Backnang, den VfL Sindelfingen abgefertigt.

Das VfL-Team von Coach Thomas Schwitalla musste sich einem Team beugen, das mit Medaillengewinnerinnen deutscher und internationaler Meisterschaften bestückt war. Es ging allemal um Achtungserfolge in einigen wenigen Gewichtsklassen. Die Sindelfingerinnen waren ohnehin mit einem kleinen Team nach Backnang gefahren.

In der Begegnung der Halbschwergewichtlerinnen bekamen die Zuschauer Judo der Spitzenklasse zu sehen. Die für Sindelfingen startende Julie Hölterhoff stand ihrer Finalgegnerin von den deutschen Meisterschaften 2018, Anna-Maria Wagner, gegenüber. Und wie seinerzeit bei den deutschen Titelkämpfen, wurde Hölterhoff von der Backnanger Kämpferin, die in diesem Jahr Deutsche Vizemeisterin geworden war, mit einem sauberen Körperwurf besiegt.

Zählbares gab es für Sindelfingen nach einem 0:7-Rückstand erst im zweiten Durchgang. Hier holte in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm Mina Ricken für das VfL-Team mit einem Haltegriff bei der Backnangerin Anna Lisinski den ersten Einzelsieg. Anschließend konnte zwar die Sindelfingerin Pleuni Cornelisse gegen die Backnangerin Caroline Fritz punkten. Aber als die Sindelfingerin Bianca Schmidt der Backnangerin Mirjam Wirth nach nur 24 Sekunden Kampfzeit unterlag, stand es letztendlich 12:2 für den amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister Backnang.

Nach diesem zweiten der insgesamt drei Kampftage landete das VfL-Team auf dem 3. der insgesamt vier Tabellenplätze und kann seine Situation nur noch am 18. Mai, dem letzten Kampftag, auf heimischer Matte gegen die Mannschaft des JV Speyer etwas verbessern.

 

Bild: Gerade mal 24 Sekunden konnte sich die Sindelfingerin Bianca Schmidt (oben) gegen die Backnangerin Mirjam Wirth (unten) behaupten, dann wurde sie geworfen. Bild: Vilz

Quelle: SZBZ Online