Judo: Kim Ruf behält die Nerven

Quelle: SZ-BZ online

Die U18-Kämpfer der VfL-Judoabteilung haben sich am Samstag in Pforzheim den süddeutschen Mannschaftsmeister-Titel erkämpft und wollen noch höher hinaus: Trainer Frixos Raidos wird mit seinem Team am 5. Dezember in München bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften an den Start gehen und hofft dort auf einen Medaillenplatz.

Die Sindelfinger legten in der Jahn-Halle in Pforzheim in der Vorrunde einen Bilderbuchstart hin: Mit einem glatten 7:0 (70:0) fegten sie das Team des PSV Karlsruhe von der Matte.

Nächster Gegner der Sindelfinger war die Kampfgemeinschaft ESV/MTV Ingolstadt. Hier gab es einen ebenso deutlichen 6:0-Erfolg für die Sindelfinger. In der letzten Begegnung der Vorrunde – gegen den JC Lauf – wollte VfL-Trainer Frixos Raidos weiteren Vfl-Nachwuchskämpfern eine Chance geben und änderte die Mannschaftsaufstellung entsprechend. Und das wäre beinahe schief gegangen: Dejan Vujaklija (bis 73 Kilogramm) schlug zwar den Laufer Tauras Kuvlag mit zwei Innenschenkelwürfen, aber anschließend wurde Vladislav Bashkatov vom Laufer Tim Winsloe ausgekontert. Tom Meiling und Jordi Klaien waren wieder sichere Punktelieferanten für ihr Team. Matthias Müller musste sich dem Laufer Peter Thomas geschlagen geben. Als Leon Peikert seine Begegnung gegen Dominik Röder verloren hatte, stand es 3:3 und die Verantwortung lastete auf Kim Ruf – er wurde ihr gerecht: Mit einem Innensichelwurf zwang er seinen Gegner zu Boden, nahm ihn in den Haltegriff und sicherte so den Punkt zum 4:3-Gesamtsieg des VfL-Team. Die Sindelfinger waren damit Pool-Erste und zogen ungeschlagen in die Finalrunde ein.

Hier ging es gleich im ersten Kampf (gegen Jan Nürnberg) um den Einzug ins Finale. Und die Begegnung begann nicht gut für den VfL: Anton Widlroither wurde wegen einer für seinen Gegner gefährlichen Beintechnik disqualifiziert, stand somit auch für die restlichen Mannschaftskämpfe nicht mehr zur Verfügung. Vladislav Bashtakov, der als Schwergewichtler eingesetzt wurde, überraschte nicht nur seinen Gegner, sondern auch sein Team mit einem furiosen Auftritt: Mit einem Innensichelwurf glich er aus. Als anschließend Tom Meiling in gewohnter Weise seinen Gegner im Griff hatte, stand es 2:1 für den VfL. Jordi Klein erhöhte auf 3:1, dann mussten sowohl Mathias Müller als auch Leon Peikert Niederlagen hinnehmen – es stand 3:3: Wieder war es Kim Ruf, der mit einem Fußfeger den knappen 4:3-Sieg des VfL und damit die Finalteilnahme sicherte.

Im Finale wartete das als Favorit gehandelte Team von München Großhadern auf die Sindelfinger. Den ersten Einzelsieg holte der Sindelfinger Dejan Vujaklija (bis 73 Kilogramm). VfL-Schwergewichtler Oliver Leins verlor, Tom Meiling schlug den Münchner Jerome Angewe. Jordi Klein hielt gegen Kanno Brodnik ein achtbares Unentschieden und Mathias Müller siegte knapp. Leon Peikert verlor knapp. Beim Stand von 3:3 war es wieder an Matchwinner Kim Ruf, der den Münchner Julian Buck knapp besiegte und somit den Südmeister-Titel für sein Team sicherte.

Die süddeutschen Mannschaftsmeisterschaften kosteten eine Menge Nerven. Am Ende reichte es für das Team um Trainer Frixos Raidos zum Titel. Bild: Vilz