Judo: Der Pokal ist wieder in der Stadt

Über 1000 Kämpfer aus 13 Nationen haben den Sindelfinger Glaspalast am Wochenende in ein riesiges Judo-Dojo verwandelt (die SZ/BZ berichtete). Ganz stark präsentierte sich dabei der VfL, der den Siegerpokal zurück nach Sindelfingen holte.

14-mal in den vergangenen 17 Jahren haben die Kämpfer der VfL-Judoabteilung bei ihrem internationalen Turnier im Glaspalast (ITG) am Ende die Vereinsrangliste angeführt. Zuletzt mussten sie den dazugehörigen Pokal an eine andere Mannschaft abgeben: Die TSG Backnang war eine Nummer zu groß. Jetzt – beim 17. ITG haben sie am Wochenende – wenn auch knapp – wieder für klare Verhältnisse gesorgt: 124 Ranglistenpunkte scheffelten die VfL-Judoka auf ihr Konto. Die mehr als 100 Helfer, die für den reibungslosen Ablauf des Turniers sorgten, haben diesen Sieg lautstark mit dem VfL-Team gefeiert.

Der Glanz dieses Erfolges war jedoch etwas eingetrübt. Nur eine Turniersiegerin konnten die Sindelfinger verzeichnen: Meike Wegner, Tochter des Abteilungsleiters Andreas Wegner, war souverän durch das starke Feld gerauscht und hatte letztendlich im Finale mit einem Würgegriff bei der starken Saarländerin Michaela Krämer für das einzige Gold in der VfL-Bilanz gesorgt.

Anderes Edelmetall gab es aber in großer Zahl für den VfL: Bei der weiblichen Jugend U11 erkämpften sich in der Gewichtsklasse bis 30 Kilogramm Laura Krusch Silber und Nelly Specht Bronze. Silber gab‘s in dieser Altersklasse auch für Sylvane Schwer (bis 33 Kilogramm). Bei den U11 Jungs belegte in der Gewichtsklasse bis 31 Kilogramm Lenox Pointer den zweiten und Apollonas Raidos den dritten Platz. Ilja Pak (bis 37 Kilogramm) erkämpfte sich Platz fünf.

Eine Altersklasse höher (U13) landete Maren Keck (bis 44 Kilogramm auf Platz fünf. In derselben Altersklasse erkämpfte sich in der Gewichtsklasse bis 31 Kilogramm Leon Koch Bronze und Lukas Hauch gelangte auf Platz fünf. Eine Gewichtsklasse höher (bis 34 Kilogramm) kam Noah Keller auf dieselbe Platzierung.

In die Medaillenränge gelangte in der Gewichtsklasse bis 40 Kilogramm Alexander Stromberger (Bronze). Linus Harsch (bis 55 Kilogramm) sicherte sich in der Altersklasse U18 die Bronzemedaille. Bianca Schmidt (bis 63 Kilogramm) verpasste in der Altersklasse U21 knapp die Bronzemedaille und belegte Platz fünf. Jasmin Plummer (bis 70 Kilogramm) belegte in der U21-Altersklasse Platz sieben.

Bei den U21-Kämpfern holte Alex Schmitt (bis 60 Kilogramm) Bronze. Nikita Pak (bis 66 Kilogramm) unterlag erst im Finale und musste mit Silber zufrieden sein.

Bei den Männern unterlag in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Yves Behr erst im Finale und belegte Platz zwei. Marcel Pristl kam hier auf den fünften Platz. Bis 73 Kilogramm erkämpfte sich Nico Rose Platz sieben. Nils Ruhland (bis 90 Kilogramm) belegte Platz drei. Sven Markovic (plus 90 Kilogramm) brachte Bronze nach Hause. Bianca Schmidt – in der U21-Altersklasse noch auf Platz fünf – erkämpfte sich bei den Frauen einen siebten Platz. Im Halbschwergewicht der Frauen siegte Meike Wegner. Carolin Kottmair kam auf Platz fünf und Jasmin Plummer auf Platz sieben.

Der Bodenkampf ist die Stärke von Meike Wegner (oben). Hier verpackt sie die Osnabrückerin Martina Frisch. Am Ende holt sie als Einzige Gold für Sindelfingen. Bilder: Vilz

Nikita Pak (senkrecht) unterliegt in seinem Finale dem Neutraublinger Nikolas Menzl.

Quelle: SZ/BZ-Online