Handball: Sommer lässt sich nicht unterkriegen

Handball — Württemberg-Liga: Böblingen/Sindelfingen erwartet Remshalden

Nach zuletzt zwei deftigen Niederlagen wollen die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen den Abwärtstrend wieder stoppen. Das verletzungsgeplagte Team von Harry Sommer empfängt heute Abend den SV Remshalden. Anpfiff der Partie in der Böblinger Murkenbachhalle ist um 19.30 Uhr.

So schnell lässt sich Harry Sommer nicht unterkriegen. Aber auch der Trainer der HSG Böblingen/Sindelfingen ist irgendwann einmal mit seinem Latein am Ende. Zu Beginn der Trainingswoche wähnte er sich beispielsweise im falschen Film, als nach all den Hiobsbotschaften der vergangenen Wochen – mit den Ausfällen von Frederik Todt, Dominic Horsch und Felix Richter – nun auch noch ein Magen-Darm-Virus im HSG-Kader grassierte, so dass nur eingeschränkt trainiert werden konnte. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Marian Heinkele am Sprunggelenk und wird vorerst pausieren müssen.

„Ich habe meinen Fokus auf individuelle Einheiten gelegt“, passte Harry Sommer seine Übungen der Situation an. Die Voraussetzungen vor dem Heimspiel gegen den SV Remshalden waren somit nicht die besten, dennoch war der HSG-Coach nicht unzufrieden, wie der Rest seiner Spieler mitgezogen hat. „Ich habe gemerkt, dass die jüngsten Rückschläge an den Jungs nagen. Sie wollen unbedingt beweisen, dass sie es besser können.“ Ob da aber der Absteiger aus der Baden-Württemberg Oberliga der richtige Aufbaugegner ist, darf zumindest stark bezweifelt werden. Das weiß auch Harry Sommer, dennoch erkennt er in der Außenseiterrolle auch eine große Chance. „Mit der richtigen Einstellung vom Start weg, mit Mut und Willen, kann uns eine Überraschung gelingen.“

Dafür müsse seine Mannschaft aber mit Vertrauen in die eigenen Aktionen in das Spiel gehen. „Und wir dürfen die Fehlerquelle nicht so sprudeln lassen wie zuletzt in Oberstenfeld.“ Der HSG-Trainer appelliert darüber hinaus an seine Spieler, sich von „Fehlern, die es trotzdem geben wird“, nicht runterziehen zu lassen. „Die Frage ist immer, wie man mit solchen Fehlern umgeht.“ Bewusst sein müsse sich seine Mannschaft ferner, dass auch Remshalden unter Druck stehe. „Der Gegner will mit fast unverändertem Kader wieder hoch in die Baden-Württemberg-Oberliga, steht bislang aber auch nur mit 3:3 Punkten da. Remshalden ist schlagbar.“ Das wird aber nur gelingen, wenn das Publikum in der Böblinger Murkenbachhalle mitspielt. „Das kann am Ende den Unterschied ausmachen“, weiß Harry Sommer aus Erfahrung. „Gegen diese mit sehr guten Spielern gespickte Mannschaft werden wir unsere Fans auch brauchen.“ Trotz der personellen Probleme geht der HSG-Coach mit vollem Kader in das Spiel. Patrick Fecker rückt für Marian Heinkele aus der zweiten Mannschaft hoch. Im Tor nimmt Kevin Gsell den Platz von Daniel Meyer ein. „Kevin hat gut trainiert und wird mit Sven Rinderknecht das Torwartduo bilden. Und wir werden beide heute in Topform brauchen.“

Quelle: SZ/BZ-Online