Handball: Schönaich siegt am Murkenbach

Quelle: SZ-BZ Online

Das Derby zwischen der HSG Böblingen/Sindelfingen II und dem TSV Schönaich begann mit 15 Minuten Verspätung, da keine Schiedsrichter in der Halle waren. Danach bekamen die Zuschauer gerade mal 35 Tore zu sehen. 18 für Schönaich und 17 für die HSG II.

Der SV Magstadt kam zu einem 33:27-Auswärtsspiel in Tübingen.

Die Zuschauer in der gut gefüllten Murkenbachhalle sahen wenig spektakuläre Ballwechsel. Dafür zwei bestens aufgestellte Abwehrreihen, die den Sturmreihen kaum Platz zur Entfaltung boten. Nach Treffern von Daniel Bluthardt und Achim Schwab ging die HSG II mit 7:5 Führung (16. Minute). Doch 120 Sekunden später verletzte sich Philipp Daferner so schwer am Knie, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde. Der TSV Schönaich kam in der Folge zum 11:11-Ausgleich. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.

Nach dem 13:13 erzielten Michael Eichner mit einem Strafwurf und Julian Wendlandt für den TSV eine 15:13-Führung, die Schön- aich mit aller Macht bis zum Schlusspfiff verteidigte.

HSG Böblingen/Sindelfingen II: Bertram Root, Maurer, Herok (1 Tor), Abel (1), Fecker (2), D. Bluthardt (5), Daferner (1), Weber (1), Faißt, Schwab (5/davon 2 Siebenmeter), Bauer (1), Schlake, S. Bluthardt

TSV Schönaich: Hoffstadt, Gärtner, Wendlandt (1), Sitter (2), Kniesz, ten Brink, Schenker (2), Kovacev, Haigis, Doth (3), Luburic (3), Atalay, Blume (3), Eichner (4/3)

Zur Halbzeitpause lag der SV Magstadt bei der SG Tübingen noch mit 14:15 hinten. Im zweiten Durchgang schaltete die Mössinger-Sieben dann einige Gänge hoch und gewann am Ende verdient mit 33:27.

„Bis auf die ersten 20 Minuten war das eine starke konzentrierte Leistung von den Jungs“, sagte ein zufriedener SVM-Trainer Daniel Mössinger. Ohne drei verletzte Spieler (Julian Kühnle, Manuel Rippl und Levin Dominik) gingen die Gäste in die Partie, zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Daniel Diedrich in der Anfangsphase an der Wade.

Zu Spielbeginn tat sich der dezimierte SVM dann auch schwer beim Gastspiel in der Universitätsstadt. Vor allem in der Chancenverwertung haperte es, und die Defensive fand auch nicht den erwünschten Zugriff. Zu allem Überfluss vergaben die Gäste drei Siebenmeter. „Ich habe zu meinen Spielern in der Halbzeitansprache gesagt, dass wir nun am Drücker sind. Sie sollen einfach in der Abwehr weiterhin so aggressiv an ihren Gegenspielern dran sein, dann gewinnen wir das Spiel. Sie haben gut zugehört“, so Daniel Mössinger.

Die Magstadter kamen top motiviert aus der Kabine und drehten die Partie zu ihren Gunsten. Ein starker Torhüter Markus Frank, im Verbund mit der kompakten 6:0-Deckung ermöglichte es, dass die Gäste davonzogen. Am Ende feierte der SVM einen 33:27-Erfolg. „Es war ganz stark, wie die Jungs füreinander gekämpft haben. Da hat jeder den einen Schritt mehr gemacht, der nötig ist“, sagte Daniel Mössinger.

SV Magstadt: Frank, Schautt, Kümpflein (8 Tore), Kienle (2), Streichsbier (5/3 Siebenmeter), Kreczmarsky, Diedrich (1), Schuler (6), Weihing (3), Satrapa (1), Weber, Müller (7).

Die Magstadter Paul Kümpflein (links),und Benjamin Schuler bedrängen Daniel Bluthardt von der HSG Böblingen/Sindelfingen II. Bild: Photo 5/A