Handball: Heißes Blut, kühler Kopf, lange Leine

Handball – Württemberg-Liga: HSG Böblingen/Sindelfingen – SV Leonberg/Eltingen (heute, 19.30 Uhr)

Jahresabschluss für die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen: In der Sommerhofenhalle bittet das Team von Harry Sommer heute Abend (Anpfiff 19.30 Uhr) den SV Leonberg/Eltingen zum Derby.

Die Vorfreude auf das letzte Spiel des Jahres ist bei der HSG Böblingen/Sindelfingen groß. Genauso groß wie auf die danach anstehende fünfwöchige Spielpause. Bis diese allerdings beginnt, gilt es für den Aufsteiger, an die Grenzen zu gehen. „Wir wollen noch einmal alles raushauen“, verspricht Harry Sommer und baut dabei auf die Unterstützung in der Sindelfinger Sommerhofenhalle. „Ich hoffe auf unser Publikum, um das uns die ganze Liga beneidet.“

Sein Team sieht er gegenüber den eigenen Fans deshalb auch in der Bringschuld. Auch in Bezug auf die Derbys. „Das Hinspiel in Leonberg haben wir verloren, genauso das Heimduell gegen Schönbuch“, nagen die Derbyniederlagen an Harry Sommer. „Ich würde sehr gerne auch mal einen Sieg gegen einen unserer Nachbarn feiern.“ Dass dieses Unterfangen nicht im Vorbeigehen zu bewerkstelligen sein wird, weiß der „BöSis“-Coach aber nur zu gut. Ein warnendes Beispiel ist ihm dabei das Hinspiel in Leonberg, als die HSG zur Pause mit acht Toren in Führung lag, die Partie aber noch verloren geben musste. „Das war eine lehrreiche Erfahrung“, so Harry Sommer.

Damit sich das nicht wiederholt und seine HSG heute Abend als Sieger den Platz verlässt, hat Harry Sommer gezielt auf die Schwachstellen des Gegners hin trainiert. Mit der Schlagzahl seiner Spieler ist er sehr zufrieden. „Meine Jungs haben voll durchgezogen, unsere Auslösehandlungen funktionieren aus dem Effeff. Wir sind definitiv bereit für das Duell mit Leonberg.“

Sommer will nicht übersteuern

Der HSG-Trainer ist sich sicher, dass das Spiel heute Abend „über die Defensive gewonnen wird. Wir müssen kompakt in unserer 6:0-Abwehrformation stehen und dabei auch diszipliniert zu Werke gehen.“ Dennoch will Harry Sommer seine Spieler an der langen Leine lassen. „Wir dürfen nicht übersteuern.“ Gelernt hat er dabei von der Derbyniederlage gegen Schönbuch. „Vor lauter Taktik habe ich meiner Mannschaft damals die Freiräume genommen.“

Da die „BöSis“ mehrere Varianten drauf haben – sowohl vorne als auch am eigenen Kreis –, will Harry Sommer all das von seinem Team auch sehen. Sein Kader ist derselbe wie in der Vorwoche beim 36:36 in Fellbach. Den heutigen Gegner schätzt er aber noch stärker ein. „Leonberg ist eine große Hausnummer in der Württemberg-Liga“, hat der HSG-Coach Respekt vor dem Tabellendritten. Dennoch geht er voller Selbstbewusstsein in die Partie: „Allerdings muss der Gegner heute Abend auch eindeutig besser sein, um das Spiel zu gewinnen.“

Bild: Trainer Harry Sommer und die HSG Böblingen/Sindelfingen sind bereit für das Derby in der Sommerhofenhalle. Bild: Wegner/A

Quelle: SZ/BZ-Online