Handball Frauen: Vito Cece hakt den Aufstieg ab

Handball – Landesliga, Frauen: Spvgg Mössingen – HSG Böblingen/Sindelfingen 25:24 (11:14)

Der ersehnte Aufstieg in die Württemberg-Liga ist für die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen in weite Ferne gerückt. Bei der Spvgg Mössingen unterlag die Mannschaft von Vito Cece und Conny Dorschner mit 24:25 und hat nun vier Minuspunkte Rückstand auf Tabellenführer TV Flein.

„Ich denke, das Thema Aufstieg ist damit durch. Flein wird ganz sicher nicht noch zweimal patzen, deswegen sollten wir uns ab sofort darauf konzentrieren, zumindest noch den zweiten Platz klarzumachen“, wirkte Vito Cece nach Spielende trotz der bitteren 24:25-Niederlage bei der Spvgg Mössingen gefasst. Während des Spiels, vor allem in der zweiten Halbzeit, sah das anders aus. Der Trainer der HSG Böblingen/Sindelfingen versuchte lautstark, seine Spielerinnen in die Spur zu bringen – er erreichte sie aber nicht mehr.

Den Druck auf Flein mit einem Sieg in Mössingen erhöhen – so lautete die Vorgabe des HSG-Trainergespanns vor dem schwierigen Auswärtsspiel. Und das Unterfangen ließ sich zunächst auch gut an. Bis zum 4:4 hielten die Gastgeberinnen mit, ehe die HSG dank Toren von Julia Leibfried, Anja Weinhardt und Zana Turkalj (2) auf 8:4 (19.) davonzog. „Das sah ganz ordentlich aus“, konstatierte Vito Cece, dem aber die vielen Fehlwürfe seiner Mannschaft ein Dorn im Auge waren. Gut für den HSG-Coach, dass auch Steffi Dieterle gewohnt gut drauf war und mit dazu beitrug, dass auch die Spvgg immer wieder gute Chancen liegen ließ.

Führung wieder verschenkt

So hielt der Vier-Tore-Vorsprung der Gäste bis zwei Sekunden vor der Pausensirene. Nina Schneller scheiterte mit einem Siebenmeter an Steffi Dieterle, schnappte sich den Abpraller und verkürzte auf 11:14. „Diese Szene war sinnbildlich für uns an diesem Tag“, war Vito Cece verärgert. Das trotz Führung folgende Donnerwetter in der Kabine verfehlte zunächst nicht seine Wirkung. Nach dem Seitenwechsel wirkten die Gäste wieder deutlich konzentrierter und hatten bei 18:14 (37.) den alten Abstand wiederhergestellt.

Dieser hielt bis zur 51. Minute. In den verbliebenen neun Minuten kam aber gar nichts mehr vom Tabellenzweiten. Die zwei HSG-Auszeiten verpufften wirkungslos. „Wir kreieren jeweils einen Spielzug, bekommen aber einen technischen Fehler zu sehen“, kam Vito Cece nicht mehr aus dem Kopfschütteln heraus. So holte Mössingen Tor um Tor auf und lag durch Alexa Müller 21 Sekunden vor der Schlusssirene gar mit 25:24 vorne. Es war die einzige Führung der Gastgeberinnen im gesamten Spielverlauf.

Auch wenn Vito Cece die Partie nüchtern zu analysieren versuchte, die Niederlage nagte an ihm. „Wenn es drauf ankommt, fällen wir die falschen Entscheidungen. Das ist ein Entwicklungsprozess, den wir noch durchmachen. Ich dachte, wir seien weiter.“

HSG Böblingen/Sindelfingen: Steffi Dieterle, Schroth (beide im Tor); Turkalj (9/davon 3 Siebenmeter), Schneider, Bauer (3), Knoll, Köberling (2), Leibfried (4), Kron, Kayser (1), Andrea Dieterle, Weinhardt (3), Maurer (1), Dux (1)

 

Quelle: SZBZ Online