Handball: Erst gespielt, dann zugeschaut

Die Landesliga-Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen haben die Pflichtaufgabe am 17. Spieltag solide erfüllt. Beim Abstiegskandidaten TSV Hardthausen siegte die Mannschaft von Vito Cece und Conny Dorschner mit 23:16.

Eilig hatten es die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen nach dem 23:16-Sieg beim TSV Hardthausen. Frisch geduscht schaute der HSG-Tross auf der Heimfahrt noch kurz beim Topduell zwischen der Neckarsulmer Sport-Union II und dem HB Ludwigsburg vorbei.

Dass die Neckarsulmerinnen das Spiel mit 25:19 gewinnen konnten, überraschte Vito Cece nicht: „Die haben wieder einige Erstligaspielerinnen aufgefahren.“ Mehr als das Ergebnis interessierten den HSG-Coach aber die unterlegenen Ludwigsburgerinnen – am 24. März der nächste Gegner seiner Mannschaft. Mit einem Sieg in Ludwigsburg könnte sich Böblingen/Sindelfingen wieder im Aufstiegsrennen zurückmelden.

Vorher galt es aber noch, die aufgrund des Harzverbots heikle Aufgabe beim TSV Hardthausen zu lösen. Das erledigte die Mannschaft von Vito Cece und Conny Dorschner zur Zufriedenheit des Trainergespanns. Mit dem 1:0 von Kristina Maurer dominierten die Gäste das Geschehen nach Belieben und lagen nach einer Viertelstunde Spielzeit bereits mit 8:3 vorne. Der Tempohandball der HSG behagte den Gastgeberinnen gar nicht.

Gewechselt wurden die Seiten mit einer 12:8-Führung der Gäste, die auch nach Wiederanpfiff nicht locker ließen, das Spiel jederzeit kontrollierten, jedoch aber auch eine deutlichere Führung leichtfertig vergaben. Entscheidend waren die vielen Fangfehler an diesem Abend aber nicht, denn zu schwach agierte der TSV, der noch gegen den Abstieg strampelt. Entschieden war die Partie spätestens mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 21:14 durch Laura Sämann.

Vito Cece war zufrieden mit dem Auftritt, hakte den Sieg schnell ab und freut sich nun auf drei Wochen Spielpause: „Wir hatten durch das fehlende Harz leichte Probleme, aber in der Abwehr braucht man keinen Extra-Grip, um den Gegner am Torewerfen zu hindern. Die Defensivleistung war klasse, nur 16 Gegentore können sich sehen lassen. Das war kollektiv gut heute.“

HSG Böblingen/Sindelfingen: Lederer, Martinewsky (beide im Tor); Steinlein (1 Tor), Sämann (1), Julia Bauer (4), Knoll (1), Köberling (2), Leibfried (5/davon 4 Siebenmeter), Kron, Kayser (3), Andrea Dieterle (2), Weinhardt (1), Maurer (3), Schuler

Wie schon beim 27:14-Hinspielsieg ließen Sarah Kayser und Julia Leibfried (von links) auch beim 23:16-Erfolg in Hardthausen nichts anbrennen. Bild: Zvizdiç

Quelle: SZ-BZ Online