Handball: Bittere Pille am Dienstagabend

Handball – Württemberg-Liga: SKV Oberstenfeld – HSG Böblingen/Sindelfingen 35:26 (21:12)

Nichts zu holen gab es für die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen im ersten Spiel nach der Winterpause. In Oberstenfeld holte sich das Team von Harry Sommer gestern Abend eine 26:35-Packung ab und muss den Blick trotz Tabellenplatz sechs wieder nach unten wenden.

Ursprünglich am vergangenen Sonntag angesetzt, wurde das Spiel der HSG Böblingen/Sindelfingen beim SKV Oberstenfeld aufgrund des Finaltags der Handball-Weltmeisterschaft auf den gestrigen Abend verlegt (die SZ/BZ berichtete). Der HSG tat die Spielverlegung offensichtlich gar nicht gut. Sie erlebte einen rabenschwarzen Abend. Ohne Abwehrstabilisator Markus Schwab, der sich kurzfristig krank gemeldet hatte, lagen die Gäste nach vier Minuten 1:5, nach neun Minuten sogar mit 3:10 hinten. „Bereits in dieser frühen Phase haben wir das Spiel verloren“, wunderte sich der HSG-Coach über den Auftritt seiner Mannschaft.

„Haben nichts umgesetzt“

Immer wieder appellierte Harry Sommer an seine Mannen, aggressiver zu Werke zu gehen, was aber nur sporadisch klappte. Bis zum 9:13 (19.) waren die Gäste halbwegs auf Tuchfühlung. Ein Zwischenspurt der Oberstenfelder zum 16:9 (22.) nahm der HSG aber den Schwung. Und das nachhaltig, den bis zur Pause bekamen die „BöSis“ kein Bein mehr auf den Boden und gingen mit einem 12:21-Rückstand in die Pause. „Wir haben nichts, aber auch gar nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, war Harry Sommer sichtlich bedient.

Im zweiten Spielabschnitt galt es in erster Linie, ein Debakel zu vermeiden. Zumindest dieses Vorhaben gelang dank einer ausgeglichenen Halbzeit. Mit Ruhm bekleckerte sich die HSG trotzdem nicht. Immer wieder standen die SKV-Spieler alleine vor den bemitleidenswerten HSG-Torhütern Sven Rinderknecht und Kevin Gsell und hielten den Vorsprung bei mindestens sieben Toren. Am Ende prangte ein 35:26-Sieg für Oberstenfeld auf der Anzeigetafel der Sporthalle In den Bäderwiesen. „Der war auch in der Höhe verdient“, gab sich Harry Sommer als fairer Verlierer.

Die deftige Klatsche nagte aber am HSG-Coach. Diese will Harry Sommer im nächsten Training akribisch aufarbeiten und dann im nächsten Heimspiel am Samstag gegen den TSV Schmiden zurückschlagen: „Diese Niederlage heute tut weh, wirft uns aber nicht um. Es besteht auch kein Grund, nun alles in Frage zu stellen. Eins ist aber sicher: So will ich meine Mannschaft nicht noch einmal spielen sehen.“

HSG Böblingen/Sindelfingen: Rinderknecht, Gsell (beide im Tor); Petri (1 Tor), Trunk (1), Hofacker (1), Horsch (7), Tischner (3/davon 1 Siebenmeter), Fecker (1), Bonhage (2), Raff (4), Todt (2), Demaili (2), Müller, Heinkele (2)

 

Bild: Urs Bonhage und der HSG Böblingen/Sindelfingen schwammen früh die Felle davon. Bild: Automotorart/A

Quelle: SZBZ Online