Hanball: Im dritten Spiel reißt die Serie

Am dritten Spieltag hat es die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen erwischt. Im Landesliga-Duell bei der HSG Hohenlohe musste sich das Team von Vito Cece und Conny Dorschner mit 26:28 geschlagen geben.

Schon bei den beiden Kantersiegen gegen Asperg und gegen Leonberg/Eltingen II war nicht alles Gold, was geglänzt hat, sodass Vito Cece und Conny Dorschner schon im Vorfeld der Partie bei der ambitionierten HSG Hohenlohe ihre Zweifel hatten.

Und diese Zweifel haben sich bei der 26:28-Pleite bestätigt. „Erstens war diese Niederlage unnötig und zweitens haben wir das vermutet“, sagte Vito Cece nach dem Spiel gefasst. „Wir haben schon in den beiden Spielen zuvor sehr viele Fehler gemacht, und gegen ein Spitzenteam wie die HSG Hohenlohe kann man sich das nicht leisten.“

Erschwerend kam hinzu, dass erneut beide Torhüterinnen – Valeska Schroth und Sandra Martinewsky – angeschlagen in die Partie gingen und nur selten ein Faktor waren. „Beide können derzeit nicht trainieren, deswegen gibt es von uns Trainern auch gar keinen Vorwurf“, so Vito Cece. Mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft war der Trainer der HSG Böblingen/Sindelfingen nicht unzufrieden.

„Wir haben Hohenlohe sehr oft bis zum Zeitspiel gezwungen, aber dann einfach auch viel Pech gehabt.“ So rannten die Gäste von Beginn an einem Rückstand hinterher, den sie immer wieder dank der überzeugenden Neuzugänge Sarah Kayser und Sara Kron aufholen, aber leider nicht ein Mal selbst in Führung gehen konnten. Zur Pause lag Böblingen/Sindelfingen mit 13:16 hinten.
Turbulent wurde es dann in der Schlussphase, wo auch die Schiedsrichterin Mona Zimmermann (TSV Viktoria Stein) eine Hauptrolle spielte. Nach dem 26:27-Anschlusstreffer von Tamara Horn (55.) wehrte zunächst Valeska Schroth noch einen Siebenmeter ab, ehe Mareike Schneider den vermeintlichen 27:27-Ausgleich markierte. Dem Treffer verwehrte die Unparteiische aber die Anerkennung. Sehr zum Unmut von Vito Cece: „Aus 25 Metern Entfernung will sie gesehen haben, dass Mareike im Kreis war.“
Letztlich machten die Gastgeberinnen anderthalb Minuten vor dem Ende durch Verena Friedl den 28:26-Sieg perfekt. Vito Cece: „Uns hat das Spiel gezeigt, dass wir noch akribischer arbeiten und die Fehlerquote unbedingt verringern müssen. Die Niederlage ist kein Beinbruch, aber Sorgen bereitet uns die Situation mit unseren Torhüterinnen, denn Valeska braucht unbedingt eine Pause.“
HSG Böblingen/Sindelfingen: Schroth, Martinewsky (beide im Tor); Steinlein, Turkalj (5 Tore/davon 2 Siebenmeter), Horn (1), Knoll, Köberling (2), Leibfried (5/2), Kron (5), Kayser (6), Andrea Dieterle (1), Schneider, Maurer (1), Dux
Gesprächsbedarf: Vito Cece, Trainer der HSG Böblingen/Sindelfingen beim 26:28 bei der HSG Hohenlohe. Bild: Photo 5

Quelle: SZ-BZ Online