Fußball (Männer): „Wollen den Bock umstoßen“

Vier Spiele, vier Niederlagen – den Start aus der Winterpause hatten sich die Fußballer des VfL Sindelfingen anders vorgestellt. Nervös wird im Lager des Verbandsligisten vor dem Auswärtsspiel beim TSV Essingen aber keiner. „Wir wollen den Bock umstoßen und endlich punkten“, fährt VfL-Coach Maik Schütt optimistisch zum Tabellennachbarn.

Die Wintervorbereitung lief sehr gut. Mit den Trainingseinheiten seiner Schützlinge ist Maik Schütt ebenfalls zufrieden. Dennoch schafft es der VfL Sindelfingen nicht, diese Vorleistungen in die Spiele zu übertragen. „Aufwand und Ertrag stimmen überhaupt nicht“, hat der Sindelfinger Trainer die Situation analysiert. „Das Momentum fehlt, auch das Glück. So ein Spiel gegen Schwäbisch Hall hätten wir in der Vorrunde mit hoher Wahrscheinlichkeit gewonnen.“

Die Keule holt Maik Schütt ob der Niederlagenserie aber nicht heraus. Dennoch weiß er, dass „Fußball ein Ergebnissport ist. Deswegen würde uns ein Erfolgserlebnis guttun.“ Die Niederlage gegen Schwäbisch Hall nahm der VfL-Coach indes auf seine Kappe: „Mit der Systemumstellung auf 4-4-3 habe ich meine Mannschaft verunsichert.“ Wie er in Essingen spielen lassen wird, will Maik Schütt nicht verraten. „Auf jeden Fall kehren wir zu einer Formation zurück, die meine Jungs auch gewohnt sind zu spielen.“

Die Grundlagen dafür wurden in konzentriert geführten Trainingseinheiten gelegt. „Da habe ich überhaupt keinen Grund zur Klage“, sagt Maik Schütt. „Alle ziehen gut mit und gehen engagiert zu Werke.“ Mit „alle“ meint der Sindelfinger Coach aber doch nicht alle seine Spieler, denn auch in der Partie beim Tabellenachten wird Maik Schütt auf ein halbes Dutzend potenzieller Stammkräfte verzichten müssen. Zurück auf der Ausfallliste ist wieder Daniel Kniesel. Erst vor Kurzem genesen, kann der VfL-Kapitän in Essingen aufgrund einer Oberschenkelverhärtung nicht auflaufen.

Ebenfalls mit Oberschenkelproblemen haben Frederick Mohr und Kevin Balzer zu kämpfen. Es fehlen zudem Lars Jäger (Wadenbeinbruch), Martin Frick (Adduktoren) und Keven Müller, der erst nächste Woche wieder ins Training einsteigt. Somit stehen dem Sindelfinger Trainer nicht mehr allzu viele Alternativen zur Verfügung. Klein beigeben will Maik Schütt dennoch nicht, auch wenn er dem TSV die Favoritenrolle zuschiebt: „Essingen geht nach dem 2:1-Sieg gegen Neckarrems mit Selbstvertrauen in das Duell gegen uns und wird die Spielkontrolle übernehmen. Das bietet uns Räume zum Kontern.“

Freuen würde sich der VfL-Coach über einen frühen Treffer: „Wir sind in diesem Jahr noch in keinem Spiel in Führung gegangen. Sollte uns das in Essingen gelingen, würde es vieles erleichtern.“

Martin Frick zwicken die Adduktoren – er nur ist einer von vielen auf der Verletztenliste des VfL Sindelfingen, der trotzdem unbedingt mal wieder punkten sollte. Bild: Photo 5/A

Quelle: SZ-BZ Online