Fußball (Männer): VfL verpasst Sprung auf Rang zwei

Quelle: SZ/BZ-Online

Die Verbandsligakicker des VfL Sindelfingen haben den Sprung auf Tabellenplatz zwei verpasst. VfL-Trainer Maik Schütt war mit dem 0:0-Unentschieden beim FV Löchgau dennoch zufrieden.

„Unter diesen Voraussetzungen ist dieses Ergebnis als Erfolg zu werten“, sagte Maik Schütt nach der Nullnummer beim Aufsteiger. Der Trainer des VfL Sindelfingen musste nämlich aufgrund der beiden kurzfristigen Ausfälle von Kapitän Daniel Kniesel und Offensivspieler Lars Jäger wieder einmal seine Startformation umbauen. „Daniel und Lars haben sich leider am Freitag im Abschlusstraining verletzt und konnten somit heute nicht mitwirken“, so der VfL-Coach. Vorab bange machen ist aber nicht das Ding von Maik Schütt.

Der Sindelfinger Trainer stellte in Löchgau Mario Nikolovski auf die Sechserposition neben Florian Feigl und ersetzte Lars Jäger durch Keven Müller. „Beide haben ihre Sache gut gemacht“, gab es ein Lob von Maik Schütt. Ein Leckerbissen war das Spiel beim Liganeuling aber nicht. „Aus dem Spiel heraus haben wir nichts zugelassen. Unser Torwart David Kocyba musste keinen einzigen Ball halten“, war der Sindelfinger Coach zufrieden, monierte aber im gleichen Atemzug, „dass wir uns leider aus dem Spiel heraus auch selbst keine Möglichkeiten erspielen konnten.“

Etwas Gefahr konnten beide Seiten nur bei ruhenden Bällen heraufbeschwören, doch letztlich waren die Defensivreihen beider Teams aufmerksam zugange, so dass spielerische Höhepunkte und Torabschlüsse in einer ruppig geführten Partie Mangelware blieben. Durch frühe Gelbe Karten mussten Florian Feigl und Mario Nikolovski zudem in den Zweikämpfen etwas zurückziehen, erledigten die Vorgaben ihres Trainers aber vollauf: „Die beiden haben sich nach den Verwarnungen sehr klug angestellt.“

Offensiv war Sindelfingen stets bemüht, fand aber kein Durchkommen in der vielbeinigen Löchgauer Defensive. Dementsprechend war der VfL-Trainer nach Spielschluss mit dem torlosen Remis zufrieden und hob zugleich das Positive hervor: „Natürlich müssen wir mehr Chancen kreieren, in diesem Bereich gibt es noch reichlich Verbesserungsbedarf. Aber hinten steht eben wieder mal die Null. Damit haben wir nun in zehn Partien erst zehn Gegentore bekommen.“

Dass sein Team durch das 0:0 in Löchgau aber den möglichen Sprung auf Tabellenplatz zwei verpasste, war für Maik Schütt indes kein Beinbruch, im Gegenteil: „Das ist für mich ein positiver Dämpfer. Allen hier beim VfL Sindelfingen muss klar sein, dass wir auch in Zukunft nicht jedes Spiel gewinnen werden. Wir bleiben schön auf dem Boden der Tatsachen, damit fahren wir bislang sehr gut. Am nächsten Samstag wollen wir es dann daheim gegen den Tabellenletzten Olympia Laupheim wieder ein wenig besser machen und möglichst alle drei Punkte bei uns behalten.“

VfL Sindelfingen: Kocyba, Gans, Mohr, Schuster, Bäuerle, Nikolovski (81. Minute Molitor), Feigl, Müller (77. Minute Syla), Zukic (90.+1 Minute Berberoglu), Glotzmann, Di Fabio (72. Minute Aleman Solis)

Florian Feigl (am Ball) zeigte wieder einmal einen grundsoliden Auftritt im defensiven Mittelfeld des VfL Sindelfingen. Bild: Photo 5/A