Fußball (Männer): Marcello Di Fabio darf hoffen

Quelle: SZ-BZ Onlline

Alles schon mal da gewesen. Auch vor einem Jahr hatte der VfL Sindelfingen nach zwei Partien einen Punkt auf dem Konto. Für Trainer Maik Schütt vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim VfB Neckarrems (Anpfiff 15.30 Uhr) kein Grund für schlaflose Nächste.

Im Gegensatz zu 2015 haben seine Schützlinge in diesem Spätsommer schon jede Menge Erfahrung im württembergischen Fußball-Oberhaus gesammelt. Das schützt aber nicht vor individuellen Fehlern wie am vergangenen Samstag bei der 1:3-Heimniederlage gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen.

Da patzte VfL-Torhüter David Kocyba bei den ersten beiden Gegentreffern, doch Schuldzuweisungen gibt es bei den Blau-Weißen nicht. Zumal die Nummer eins des VfL auch nicht der Einzige war, der nicht den besten Tag erwischt hatte.

Maik Schütt: „Wir haben unsere Angriffe viel zu schlecht ausgespielt. So kann man in der Verbandsliga kein Spiel gewinnen.“ Am Samstag wird die Aufgabe für den VfL nicht leichter, denn dann steht das Auswärtsspiel beim VfB Neckarrems auf dem Spielplan.

Der Tabellenzweite hat bisher beide Spiele bei einem Torverhältnis von 3:0 gewonnen. „Da haben wir eine richtig schwere Aufgabe vor der Brust“, sagt Maik Schütt. Der Sindelfinger Trainer muss sein Team auf jeden Fall umbauen, denn Lars Jäger und Alex Aleman Solis haben sich in den Urlaub verabschiedet. Kevin Schuster ist bei der Formel 1 im belgischen Spa.

Deshalb kann sich Marcello Di Fabio Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen. Der Neuzugang vom Göppinger SV kommt bei den Blau-Weißen noch nicht so richtig in Tritt. „Er ist sehr selbstkritisch und hat mir vor der Partie gegen Echterdingen gesagt, dass er mit seinem Training nicht zufrieden war. Er muss sich gewaltig steigern“, sagt Maik Schütt.

Marcello Di Fabio zeigte in der Übungseinheit am vergangenen Montag mehr Biss und Einsatz, doch einen Freifahrschein gibt es deshalb noch nicht. „Wir sollten dort etwas Zählbares holen“, sagt Maik Schütt. Schließlich will der Sindelfinger auch in den kommenden Wochen beruhigt schlafen. Das gelingt bei einem dicken Punktepolster bestimmt sehr viel besser.

Sindelfingens Trainer Maik Schütt (rechts) mit VfL-Neuzugang Marcello Di Fabio. Der Stürmer hofft in Neckarrems spielen zu dürfen. Bild: Photo 5