Fußball (Männer): Hinten drückt der Schuh

Quelle: SZ-BZ Online

Sieben Gegentore in den letzten zwei Spielen. Bei Fußball-Verbandsligist VfL Sindelfingen macht sich das Fehlen von Abwehrchef Roberto Klug nun doch bemerkbar. Gegen den TSV Berg, im letzten Heimspiel des Jahres, wollen sich die Blau-Weißen aber dennoch mit einem Sieg von ihrem treuen Publikum verabschieden.

Bei der 2:4-Heimniederlage am vergangenen Wochenende bildeten Frederik Mohr und Kevin Schuster die Innenverteidigung. Da Schuster mittlerweile in der Schweiz arbeitet, konnte er die gesamte Woche nicht trainieren. Gut möglich, dass er sich daher die Partie gegen Berg von der Ersatzbank anschauen muss. Doch andere erfahrene Innenverteidiger gibt der VfL-Kader momentan nicht her. Neben Klug fehlt ja auch Thorsten Schneider schon seit Längerem. Die Blau-Weißen gehen daher mit einer Bubi-Elf in die Verbandsligaspiele.

„Unser Durchschnittsalter liegt bei rund 21 Jahren“, sagt Trainer Maik Schütt.

Immerhin muss sich der VfL-Coach keine Sorgen um den Angriff machen. Bis auf das 0:8-Debakel bei Tabellenführer Freiberg haben die Sindelfinger in jedem Spiel getroffen. Mit acht Toren ist Neuzugang Armin Zukic bisher der erfolgreichste Schütze beim Tabellenzweiten. Er hat sich nicht nur deshalb zu einer Stammkraft beim VfL entwickelt. Dagegen Alessandro Di Fabio bisher nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus. Auch gegen Backnang schmorte der Stürmer 87 Minuten auf der Bank.

Doch Maik Schütt hat im Moment eine andere Baustelle: die Abwehr. „Wir müssen unsere Defensivprobleme schnell in den Griff bekommen“, sagte der Sindelfinger Trainer schon nach dem 2:4 gegen Backnang.

Auch der morgige Gegner TSV Berg kassierte am vergangenen Wochenende beim 0:4 in Essingen vier Gegentore. Maik Schütt: „Die haben sie aber sehr spät bekommen, dort stand es lange 0:0. Man darf diese Mannschaft nicht an ihrem 13. Tabellenplatz messen.“ Mit dem zehnten Saisonsieg könnte Sindelfingen Rang zwei verteidigen und das ohne Roberto Klug.

Sindelfingens Trainer Maik Schütt (links) und sein Assistent Elvir Adrovic: Es ist Zeit für ein Spiel ohne Gegentor. Bild: Photo 5/A