Fußball (Männer): Heile Welt im Floschenstadion

Quelle: SZ-BZ Online

Nach dem dritten Sieg hintereinander befindet sich der VfL Sindelfingen auf dem besten Wege, den Klassenerhalt in der Verbandsliga zu erreichen. Bei nur zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang gibt es aber noch keinen Grund, die Sektflaschen bereitzustellen. „In dieser Liga geht es bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt“, so VfL-Coach Maik Schütt. „Wir tun gut daran, uns gut auf das nächste Spiel vorzubereiten.“

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Auch der sportliche Leiter Thomas Dietsche weiß, dass der VfL etwas Arbeit vor sich hat. „Wahnsinn, wir haben 38 Punkte und sind immer noch nicht durch. Diese Liga ist einfach unglaublich“, sagt er zur aktuellen Tabellensituation. Sogar der Tabellensechste TSV Ilshofen liegt noch in Reichweite von Olympia Laupheim, das derzeit auf dem Relegationsplatz steht. „Aber wir packen das, da bin ich mir ganz sicher“, sagt Thomas Dietsche.

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Mit den Erfolgen steigt zwangsläufig auch das Selbstvertrauen beim VfL Sindelfingen. Abwehrchef Roberto Klug formulierte nach dem überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen den Tabellendritten TSV Essingen ganz neue Ziele: „Wir spielen jetzt beim TSV Ilshofen. Wenn wir dort gewinnen, könnten wir am Saisonende unter Umständen sogar der beste Aufsteiger sein.“

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Nicht nur einen exzellenten Tag hatte David Kocyba gegen den TSV Essingen erwischt. Der VfL-Torwart bewies vor dem Spielbeginn auch hellseherische Fähigkeiten. „Lasst es uns wie gegen Ilshofen in der Vorrunde machen“, richtete sich David Kocyba an seine Mitspieler. Gesagt, getan: Am 21. November besiegte Sindelfingen den damaligen Tabellenführer mit 3:0 und startete seine insgesamt sechs Spiele andauernde Siegesserie. „Das hat heute auch ganz gut geklappt“, freute sich der Sindelfinger Schlussmann nach dem 3:0-Sieg gegen Essingen.

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Stehende Ovationen und lang anhaltenden Applaus gab es für die ausgewechselten VfL-Spieler. Andreas Poser, der sich seit drei Wochen in Gala-Form befindet, verdiente sich genauso den Zuspruch der Zuschauer wie auch Alexander Wetsch für seinen nimmermüden Einsatz. Nach seiner abgelaufenen Rotsperre begann Alexander Wetsch als rechter Verteidiger, wechselte ins linke Mittelfeld, um dann kurz vor seiner Einwechslung auf die linke Verteidigerposition zu rutschen. Einen ebenfalls fehlerfreien Auftritt legte Matthias Bäuerle hin, der nach 75 Minuten völlig ausgepowert das Feld verließ. Sehr zur Freude von Maik Schütt: „Genau so will ich das sehen. Die Jungs sollen sich verausgaben.“

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Die Nachwuchs-Fußballerinnen des VfL Sindelfingen haben in der Bundesliga-Süd das vorletzte Spiel der Saison in München mit 0:3 verloren. Für den Nachwuchs der Bayern trafen in einem einseitigen Spiel bei hochsommerlichen Temperaturen vor 80 Zuschauern Selina Ostermeier, Andrea Brunner und Melanie Kuenrath. Damit rutschte der VfL vor dem Saisonfinale am Samstag um 14 Uhr gegen den SV 67 Weinberg auf den achten Rang ab, steht aber satte elf Punkte vor dem ersten Absteigerplatz. Mit einem Sieg im direkten Duell könnten die Sindelfingerinnen am Siebten aus Mittelfranken noch vorbeiziehen.

Fußball kann so schön sein, die Kicker des VfL Sindelfingen haben derzeit mächtig Spaß. Der Klassenerhalt ist nach dem 3:0 gegen Essingen zum Greifen nah. Bild: Photo 5