Fußball (Männer): Die Tormaschine läuft

Nach zehn Punkten aus den vergangenen vier Spielen setzt der VfL Sindelfingen zum Sprung in die erweiterte Spitzengruppe der Verbandsliga an. Die Mannschaft von Maik Schütt gastiert beim Tabellennachbarn TSG Tübingen und könnte mit einem Dreier bis auf Tabellenplatz vier hochspringen.

Die Tormaschinerie des VfL Sindelfingen läuft seit vier Spielen auf Hochtouren. 17 Treffer hat die beste Offensive der Verbandsliga in diesem Zeitraum erzielt und sich damit aus dem zwischenzeitlichen Abstiegskampf verabschiedet.

Am vergangenen Spieltag, beim 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Heiningen, gelang dem VfL darüber hinaus das seltene Kunststück, eine Partie auch mal wieder zu null zu gewinnen, sodass sich auch die Defensive ein dickes Lob verdiente.

„Wenn es uns nun regelmäßig gelingen würde, vorne weiter gefährlich zu bleiben und hinten sicher zu stehen, wären wir ein ganzes Stück weiter“, hofft Maik Schütt, dass seine Mannschaft ihren sehr guten Lauf fortsetzen kann.

Bei der TSG Tübingen will der Sindelfinger Trainer morgen Nachmittag das Punktekonto dementsprechend weiter auffüllen. Die Aufgabe beim nächsten Tabellennachbarn geht er selbstbewusst an. „Wir wollen unsere Serie ausbauen – wenn möglich mit der vollen Ausbeute“, ist Maik Schütt zuversichtlich.

Kopfzerbrechen bereitet dem Sindelfinger Coach nur die Chancenverwertung seiner Elf. „Bis auf das 2:2 in Essingen haben wir in jedem Spiel unglaublich viele Möglichkeiten kreiert, aber nur einen Bruchteil davon auch genutzt. Wir müssen vor dem gegnerischen Tor einfach noch kaltschnäuziger werden.“

Premiere auf Kunstrasen

Zum ersten Mal in dieser Saison wird der VfL in Tübingen auf Kunstrasen spielen müssen und hat sich dementsprechend auch die gesamte Trainingswoche über auf künstlichem Geläuf vorbereitet.

„Wir haben auf dem Kunstrasen beim Floschenstadion trainiert“, ist der VfL-Coach begeistert von der neuen Platzsituation in Sindelfingen. „Es ist schön aus der Kabine rauszulaufen und direkt auf den Platz zu kommen.“

Dass die Tübinger bereits frühzeitig signalisiert hatten, auf den Nebenplatz auszuweichen, wertet Maik Schütt als überaus faire Geste. „Das Verhältnis zu Tübingens Coach Michael Frick ist klasse, genauso mit Co-Trainer Goran Divljak, mit dem ich einst noch selbst zusammengespielt habe.“

Weitere Geschenke erwartet der Sindelfinger Trainer von der TSG aber nicht, im Gegenteil. Die Tübinger strotzen ihrerseits nach acht Spielen ohne Niederlage vor Selbstbewusstsein, sodass Maik Schütt mit einem „Spiel auf Augenhöhe“ rechnet.

„Kleinigkeiten werden am Ende entscheidend sein. Deshalb erwarte ich von meinen Jungs, dass sie über die gesamte Spielzeit aufmerksam sind und die Fehlerquote so klein wie möglich halten.“

In Tübingen fehlen werden Lars Jäger (verletzt) und Frederick Mohr (Urlaub). Fraglich ist Pablo Perez, der die Woche über krank war.

Foto: 17 Tore in vier Spielen: Die Sindelfinger Armin Zukic (rechts) und Oliver Glotzmann durften zuletzt häufig jubeln. Bild: automotorart/A

Quelle: SZ/BZ-Online