Behinderten- / Rehasport: Marcus Sieger pirscht sich an die Weltspitze heran

Quelle: KRZ-Online

Sindelfinger Rollstuhlfahrer bei den Slowenien Open – Mannschaft Regionalliga-Dritte

Die Sindelfinger Rollstuhl-Tischtennisspieler waren zuletzt voll im Einsatz. So nahm Marcus Sieger als einer von 18 Deutschen unter dem Aidlinger Bundestrainer Volker Ziegler an den 12. Slowenien Open in Lasko teil, bekam dort jedoch Probleme wegen einer Handgelenksverletzung. Außerdem war das Starterfeld von der Besetzung her einer WM gleichzusetzen. Sieger erwischte bei der Auslosung wieder die beiden Top-10-Spieler der Weltrangliste, Andrea Borgato (Italien) und Jae Kwan Cho (Korea), zudem war noch der Amerikaner de Francesco in seine Gruppe. Da nur die beiden Erstplatzierten weiterkamen, schied Sieger nach Sieg über den Amerikaner und zwei Niederlagen knapp aus. Ärgerlich für den Sindelfinger, da ein Erfolg gegen den Koreaner und damit das Weiterkommen drin gewesen wäre.

Der darauffolgende Teamwettbewerb wurde im K.o.-System gespielt. Hier hatte Sieger gleich mehrere Handicaps: Zum einen konnte er nicht mit seinem erfahrenen Partner Holger Nikelis an den Start gehen, da dieser aus gesundheitlichen Gründen absagen musste. Somit spielte er mit dem Brasilianer Braga, der zudem noch Linkshänder ist. Diese Konstellation erfordert normalerweise entsprechendes Training. Zum anderen wurden die beiden den haushohen Favoriten aus England, Davis/Matthews, zugelost. Dennoch sollte dieses beginnende Einzel gegen den Weltranglistenersten Rob Davis sein bestes Spiel in diesem Turnier werden: Gleich im ersten Satz bahnte sich eine Überraschung an, denn dieser ging souverän an Sieger, Satz zwei an den Engländer, Satz drei mit 12:10 ebenfalls denkbar knapp an den Briten. In Satz vier verlor Sieger dann den Faden.

Das Einzel seines Partners Braga ging, wie auch das darauffolgende Doppel Braga/Sieger, an die Engländer, was das Aus bedeutete. Dennoch zog der Sindelfinger ein positives Fazit. Als frischgebackener deutscher Meister kommt er durch intensives Training mit Landestrainer Andy Escher am Stützpunkt in Stuttgart der Weltspitze immer näher.

Gudrun Högemann, Martin Wintermantel, Markus Korioth und Roland Lörcher waren indes in Frankfurt beim Regionalliga-Rückrundenkampf gegen Ludwigsburg sowie Frankfurt III und IV im Einsatz. Gleich im ersten Spiel gegen Ludwigsburg legten Wintermantel und Korioth den Grundstein zum 3:2-Erfolg, den Högemann/Lörcher im Doppel perfekt machten. Das Spiel gegen Frankfurt IV ging mit 3:0 deutlich an Sindelfingen. Ebenso deutlich fiel allerdings die Niederlage gegen die im ganzen Turnier ungeschlagene Mannschaft von Frankfurt III aus. In der Endabrechnung bedeutete dies Rang drei.