Badminton: Sindelfingen so schwach wie nie

Badminton: Der VfL steigt mit zwei aktiven Mannschaften ab / Novum in der 63-jährigen Geschichte

Die Spielzeit 2018/2019 endet für die Sindelfinger Badmintonspieler mit dem Abstieg der ersten beiden aktiven Mannschaften und wird damit wohl als die schwächste Saison in die 63-jährige Vereinsgeschichte eingehen.

Ganz unerwartet kam diese Entwicklung freilich nicht. Zu stark belastete das Verbandsliga-Team der berufsbedingte Abgang von Andreas und Ariane Pott im vergangenen Sommer.

Diese beiden zuverlässigen Leistungsträger konnten aus eigenen Reihen einfach nicht adäquat genug ersetzt werden, um eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu haben. So verabschiedet sich die erste Mannschaft nun mit einer 2:6-Niederlage beim Tabellenführer und einem letztlich bedeutungslosen 5:3-Erfolg beim Tabellenletzten aus der Verbandsliga.

Hoffnung platzt schnell

Dabei bestand vor dem finalen Spieltag noch eine kleine Resthoffnung für den VfL. Dafür hätte es jedoch zweier Siege bedurft, und die Konkurrenz aus Reutlingen hätte nicht punkten dürfen.

Beide Hoffnungen waren jedoch bereits nach dem ersten Spiel des Tages zerschlagen, sodass das Sindelfinger Top-Team nun als Tabellenvorletzter den Gang in die Landesliga antreten muss und künftig so niedrigklassig spielen wird, wie sich keiner der aktuell Verantwortlichen beim VfL mehr erinnern kann.

Ähnliches gilt für die zweite Mannschaft: Nachdem das Team bereits in der vergangenen Saison aus der Landesliga in die Bezirksliga abgestiegen war und fast alle Beteiligten ihren Rücktritt angekündigt hatten, stand das Team kurz vor der völligen Zerschlagung.

Nur weil sich einige Hobbyspieler gefunden hatten, die sich dem Wagnis stellen wollten, musste das Team nicht vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Nach einigen Achtungserfolgen zu Beginn der Saison hatten die Beteiligten auch durchaus Hoffnung geschöpft. Letztlich waren aber vier Punkte aus einem Sieg und zwei Unentschieden einfach zu wenig, um die Klasse noch halten zu können.

Den Spaß jedoch hatten die Beteiligten dabei nie verloren und werden ihn hoffentlich auch in der nächsten Saison beibehalten, wenn sie dann in der Kreisliga auf die eigene dritte Mannschaft treffen werden und mit ihr um den Aufstieg kämpfen können. Das junge Sindelfinger Kreisligateam war und ist zurzeit die einzige Sindelfinger Mannschaft, die eine positive Tendenz zeigt und die Saison auf Platz drei beendet. Im Vergleich zu ihrer ersten Spielzeit konnten sie nun ihre Punktausbeute bereits mehr als verdoppeln und wollen nächstes Jahr um die Meisterschaft mitspielen. Zu den Gegnern wird dann auch die eigene zweite Mannschaft gehören.

Bild: Leon Barut hat sich an Ranglistenposition drei mit einer Einzelquote von 83% zum zuverlässigsten Punktesammler entwickelt. Bild: Züfle

Quelle: SZ/BZ-Online