Aikido: Prüfung der Fortgeschrittenengruppe

Freitag, 10.02.2017, 18 Uhr – Prüfung in der Fortgeschrittenen-Aikido-Gruppe.

Hier trainieren die Größeren (ab 13 Jahre) und die, die schon länger in der Abteilung sind, aber auch Quereinsteiger sind hier anzutreffen. Hier trainieren Aikidoka, die bereits mit 5 Jahren in unserer Zwergengruppe angefangen haben und seit Jahren regelmäßig und intensiv am Training teilnehmen. Aber auch Aikidoka, die relativ neu in der Gruppe sind, trifft man hier an.  Und die Trainer werden ihrer Aufgabe gerecht: Anfänger wie auch langjährige Teilnehmer, Profis und solche die es erst noch werden wollen, gemeinsam zu unterrichten, zu fördern und fordern und ihnen den Spaß an unserem Sport  zu vermitteln.

Wie in jedem Jugend- und Kindertraining sind auch hier immer mindestens zwei Trainer im Einsatz, einer davon weiblich. Die Leitung teilen sich Michael Stolz, 1. Dan Aikido und Andreas Bartel, 2. Dan Aikido. Der eine ist gerade mal halb so alt wie der andere – beide aber mehr als ihr halbes Leben lang im Aikido auf der Matte. Beide besuchen fleißig Lehrgänge um sich weiterzubilden, und wenn man sie fragt: „Wer ist dein Aikido-Vorbild?“, werden beide wohl „Martin Glutsch“ (7. Dan Aikido aus dem Böblinger Dojo) antworten. Michael unterrichtet modern, den neueren Ausführungsformen folgend, demokratisch, Andreas eher konservativ-traditionell. So können unsere Jugendlichen ein sehr breites Spektrum im Aikido erleben und mit der Zeit ihren eigenen Stil finden. Und sich mit „richtig, falsch, anders“ oder „liegt mir“, „fällt mir leicht“ beziehungsweise „damit tue ich mich eher schwer“ – möglichst selbstständig, aber nicht alleingelassen, auseinandersetzen.

Andreas Bartel und Michael Stolz nehmen am Prüfertisch Platz, vor ihnen liegt die Liste der Prüflinge. Diese hat Jani Bartel noch rasch sauber geschrieben, jeder Prüfling ist mit seinem Angreifer vermerkt.

Das Aufwärmen erfolgt in einem gemütlichen Oval – gemütlich wird es aber nicht, dafür sorgt Jani! Nicht um die Teilnehmer zu quälen, aber etwas Kondition schadet nicht und aufgewärmte Muskeln sind leistungsfähiger als kalte. Fast unbemerkt mischt sie die Schrittfolgen, Tai sabaki, Tenkan ashi und Irimi ashi in die Aufwärmphase. Aber das beherrschen alle Teilnehmer, egal ob diese relativ neu in der Abteilung oder schon beinahe inventarisiert sind, fast im Schlaf.

Auch die anschließende Fallschule ist in dieser Gruppe kein Thema. Rückwärts für gelb, vorwärts für orange und seitlich für grün – man übt das nicht nur unmittelbar vor den Prüfungen, sondern es wird in jedem Training regelmäßig wiederholt, damit jede Bewegungsform im Muskelgedächtnis haften bleibt.

Hendrik S. wird mit seinem Partner Leon J. aufgerufen. Er ist der einzige Kandidat auf Gelb. Er ist immer konzentriert bei der Sache, verinnerlicht Neues und setzt es gut um. Leon hat erst vor kurzem mit seiner Schwester  Julia mit Aikido begonnen.

Als nächstes wird Lea S. auf die Matte gerufen. Sie hat Jenni als Uke dabei. Diese hat bereits seit einiger Zeit den weiß-gelben Gürtel und tritt nicht zur Prüfung an.

Auch relativ neu bei der Selbstverteidigung ist Lena M., aber immer aufmerksam und konzentriert. Seit kurzem übt sie regelmäßig mit Fredi. Und man konnte feststellen: die beiden haben sich gesucht und gefunden, sie trainieren harmonisch und konstruktiv zusammen – korrigieren sich gegenseitig und puschen sich richtig vorwärts.

Die Prüflinge zeigten den Shiho nage aus allen geforderten Angriffen – auch der Wechsel zwischen Irimi und Tenkan fiel den Anwärtern auf den gelben Gürtel nicht schwer.

Statt einer Pause ließen die Prüfer die Prüflinge absitzen und forderten die anderen Aikidoka auf, mit einem Partner nach vorne zu kommen, so auch Kayla R. mit Ayumi , Tizian, Max, Manuel und noch einige andere. Auch sie zeigten das Prüfungsprogramm – da sie teilweise schon deutlich höher graduiert sind, sozusagen mit links.

Als weiterer Prüfungsteil folgen die Hebeltechniken – diesmal Ude osae. Routiniert und professionell spulten die Prüflinge auch diesen Teil der Leistungskontrolle ab. Die Prüfer ließen sich weder Enttäuschung noch Freude anmerken so, dass sicher der eine oder andere Prüfling unsicher war, habe ich jetzt bestanden oder nicht?

Ja, alle haben das gesteckte Ziel erreicht! Während der Urkundenübergabe betonte Andreas nochmal die gezeigten Leistungen, und stellte auch gleichzeitig eine weitere Prüfung noch im Jahr 2017 in Aussicht.

Quelle: Andreas Bartel